buddha

 

dhammapad

paare

 

die erscheinungen werden vom herz angefuehrt,

vom herz beherrscht,

vom herz hervorgebracht

wenn ihr mit verdorbenem herzen

sprecht oder handelt,

folgt euch leid

wie das rad des wagens

der spur des ochsen,

der ihn zieht

 

die erscheinungen werden vom herz angefuehrt

vom herz beherrscht,

vom herz hervorgebracht

wenn ihr mit ruhigem, klarem herzen

sprecht oder handelt,

folgt euch glueck,

wie ein schatten,

der nie weicht

 

'er beschimpfte mich,

schlug mich,

besiegte mich,

beraubte mich'

 jenen, die darueber gruebeln,

kommt ihre feindseligkeit nicht zum erliegen

 

'er beschimpfte mich,

schlug mich,

besiegte mich,

beraubte mich'

 jenen, die nicht darueber gruebeln,

kommt ihre feindseligkeit zum erliegen

 

feindseligkeiten kommen nicht

durch feindseligkeiten zum erliegen,

egal was passiert

feindseligkeiten kommen

durch nicht feindseligkeit zum erliegen:

dies - eine nie endende wahrheit

 

nicht so wie jene, die nicht erkennen,

dass wir hier

am rande des todes sind -

die, die es erkennen:

ihre streitigkeiten sind zum erliegen gekommen

 

jemand, der sich immer auf das schoene konzentriert,

der seine sinne nicht unter kontrolle hat,

der beim essen kein mass kennt,

gleichgueltig und schlaff ist:

ihn ueberwaeltigt mara

wie der wind einen schwachen baum

 

jemand, der sich immer auf das abstossende konzentriert,

seine sinne unter kontrolle hat,

beim essen mass haelt,

voller ueberzeugung & tatkraft ist:

ihn ueberwaeltigt mara nicht,

wie der wind keinen felsberg

 

derjenige, der verdorben,

bar

jeglicher wahrheitsliebe

& selbstkontrolle,

die ockergelbe robe anzieht,

verdient die ockergelbe robe nicht

 

aber der, welcher frei

von verderbtheit

voller

wahrheitsliebe

& selbstkontrolle,

fest verankert ist

in den geluebden,

verdient die ockergelbe robe wirklich

 

diejenigen, die

unwesentliches fuer wesentlich

und wesentliches fuer unwesentlich halten,

gelangen nicht zum wesentlichen

und befinden sich im reich falscher vorsaetze

 

die aber, welche

wesentliches fuer wesentlich

und unwesentliches fuer unwesentlich halten,

gelangen zum wesentlichen

und befinden sich im reich richtiger vorsaetze

 

wie regen

in eine schlecht gedeckte huette dringt,

so leidenschaft

in den ungeuebten geist

 

wie regen

nicht in eine gut gedeckte huette dringt,

so leidenschaft nicht

in den geuebten geist

 

hier graemt er sich

er graemt sich danach

in beiden welten

graemt sich der uebeltaeter

er graemt sich, er ist bekuemmert,

wenn er das schlechte

seiner taten sieht

 

hier freut er sich

er freut sich danach

in beiden welten

freut sich der inneren reichtum* schaffende

er freut sich, ist gluecklich,

wenn er das makellose

seiner taten sieht

 

hier quaelt er sich

er quaelt sich danach

in beiden welten

quaelt sich der uebeltaeter

er quaelt sich mit dem gedanken:

' ich habe falsch gehandelt'

nachdem er zu einem schlechten ziel gelangt ist,

wird er noch mehr

gequaelt

 

hier ist er gluecklich

er ist danach gluecklich

in beiden welten

ist der inneren reichtum schaffende gluecklich

er ist gluecklich bei dem gedanken:

'ich habe inneren reichtum geschaffen'

nachdem er zu einem guten ziel gelangt ist,

ist sein glueck

noch groesser

 

wenn jemand viele belehrungen aufsagt, jedoch

- als unachtsamer mensch -

nicht nach ihnen handelt,

wie ein viehhirte, der das vieh

anderer

zaehlt,

nimmt er nicht am kontemplativen leben teil

 

wenn jemand fast nie etwas aufsagt,

aber dem dhamma folgt

in uebereinstimmung mit dem dhamma;

leidenschaft, abneigung,

taeuschung aufgibt;

wach ist,

mit freiem geist,

nicht anhaftet

weder hier noch danach,

nimmt er am kontemplativen leben teil

 

achtsamkeit

 

achtsamkeit: der pfad zur todlosigkeit

unachtsamkeit: der todespfad

die achtsamen sterben nicht

die achtlosen sind eigentlich

schon tot

 

indem sie dies als echten unterschied erkannt haben,

erfreuen sich jene weisen an achtsamkeit

der achtsamkeit

und geniessen das reich der edlen

 

die erleuchteten, unaufhoerlich

in jhana vertieft,

beharrlich,

standhaft in ihrem bemuehen:

sie erreichen befreiung,

die unuebertroffene ruhe

vom joch

 

jene mit antrieb,

geistesgegenwaertig,

rein im handeln,

umsichtig - in ihren handlungen

achtsam, beherrscht,

den dhamma lebend:

ihr ruhm

waechst

 

durch inneren antrieb, achtsamkeit,

beherrschung & selbstkontrolle

schafft der weise

eine insel,

die keine flut

ueberkommen kann

 

sie sind der unachtsamkeit verfallen

 stumpfsinnige, narren

waehrend jemand, der weise ist,

die achtsamkeit pflegt

als sein hoechstes gut

 

gib der unachtsamkeit keinen raum

oder der hingabe

an sinnesfreuden

denn der achtsame mensch,

in jhana vertieft,

erhaelt reichlich wohlergehen

 

wenn der weise

unachtsamkeit

mit achtsamkeit vertreibt,

nachdem er den hohen turm

der einsicht erklommen hat,

frei von leid,

beobachtet er die leidende menge

wie der erleuchtete mensch,

der einen

gipfel

bestiegen hat,

die narren auf dem grund unten

 

achtsam unter den unachtsamen,

wach unter den schlafenden

wie ein schnelles pferd voran eilt,

die schwachen hinter sich lassend:

so auch der weise

 

durch achtsamkeit gewann indra

die herrschaft ueber die goetter

achtsamkeit wird gelobt,

achtlosigkeit verurteilt

immer

 

der moench, der sich der achtsamkeit erfreut

und achtlosigkeit gefaehrlich findet,

eilt wie ein feuer voran,

grosse & kleine

fesseln verbrennend

 

der moench, der sich der achtsamkeit erfreut

und achtlosigkeit gefaehrlich findet,

 der nicht mehr zurueckfallen kann

steht an der schwelle

zur befreiung

 

der geist

 

unstet, schwankend,

schwer zu hueten und

in zaum zu halten:

der geist

der weise glaettet ihn

wie ein pfeilmacher

den schaft eines pfeils

 

wie ein fisch,

der aus seinem revier im wasser gezogen

& auf die erde geworfen wurde:

der geist zappelt hin und her

um maras regiment zu entkommen

 

schwer unter kontrolle zu halten,

wechselhaft,

laesst sich nieder, wo er will:

der geist

gut ist es, ihn zu zaehmen

ein gezaehmter geist

bringt wohlergehen

 

so schwer zu sehen,

so ueberaus fein,

laesst sich nieder, wo er will:

der geist

der weise sollte auf ihn achten

ein behueteter geist

bringt wohlergehen

 

weit umherschweifend

- allein,

koerperlos,

in einer hoehle liegend:

der geist

die ihn in zaum halten:

sie werden befreit

von den fesseln maras

 

in einem menschen mit unstetem geist,

der den wahren dhamma nicht kennt,

der heitere ruhe

in den wind geschlagen hat:

kommt erkenntnis nicht zur vollendung

 

 

fuer jemanden mit nicht aufgeweichtem geist,

unangefochtenem gewahrsein,

der inneren reichtum & schaden aufgibt,

wach ist,

gibt es keine gefahr

keine furcht

 

wisst, dass dieser koerper

wie ein tonkrug ist,

sichert diesen geist

wie eine festung,

und greift mara

mit dem speer der einsicht an

huetet dann, was ihr erlangt habt,

ohne euch dort festzusetzen

 

nur zu bald wird dieser koerper

auf der erde liegen

beiseite geworfen,

des bewusstseins beraubt,

wie ein unnuetzes

holzscheit

 

was auch immer ein feind dem feind

oder ein widersacher

dem widersacher antun mag,

der fehlgeleitete geist

vermag euch

sogar noch schlimmeres anzutun

 

was auch immer mutter, vater

oder ein anderer verwandter

fuer euch tun koennen,

der wohlgeleitete geist

vermag es

sogar noch besser

 

blueten

 

wer wird diese welt

& dieses reich des todes

mit all seinen goettern durchdringen?

wer wird den gelehrten dhammaspruch aufspueren,

wie der geschickte blumenbinder

die blume?

 

der 'lernende auf dem pfad'

wird diese welt durchdringen

& dieses reich des todes

mit all seinen goettern

der 'lernende auf dem pfad'

wird den gelehrten dhamma spruch aufspueren,

wie der geschickte blumenbinder

die blume

 

indem du weisst,

dass dieser koerper gleich schaum ist,

sein wesen erkennst

 ein trugbild

und die blueten von mara

ausschneidest,

gehst du,

wohin der herr des todes

nicht sehen kann

 

der mensch, versunken

ins bluetenpfluecken,

mit erregtem herzen:

der tod rafft ihn hinweg

wie eine grosse flut

ein schlafendes dorf

 

der mensch, versunken

ins bluetenpfluecken,

mit erregtem herzen,

unersaettlich in seinem sinnlichen vergnuegen:

der beender hat ihn

in seiner gewalt

 

wie eine biene die ohne

die bluete

ihre farbe

ihren geruch

zu beschaedigen

ihren nektar nimmt & davonfliegt:

so sollte der weise

durch ein dorf gehen

 

achte

nicht auf die grobheiten anderer,

nicht auf das, was sie getan

oder zu tun unterlassen haben,

sondern auf das,

was du

getan & zu tun unterlassen hast

 

wie eine bluete

mit leuchtenden farben

aber ohne geruch:

ein treffend gesprochenes wort

kommt nicht zum tragen

wenn es nicht befolgt wird

 

wie eine bluete

mit leuchtenden farben

voller wohlgeruch:

ein treffend gesprochenes wort

kommt zum tragen,

wenn es befolgt wird

 

wie aus einem haufen blumen

viele girlanden angefertigt werden koennen,

genauso sollte

jemand, der geboren wurde & sterblich ist

 mit dem, was geboren wurde & sterblich ist

viel gekonntes tun

 

der dufthauch keiner blume

verbreitet sich gegen den wind

nicht sandelholz

jasmin

tagara

der hauch des guten dagegen,

der verbreitet sich gegen den wind

der redliche

weht einen hauch

in alle richtungen

 

sandelholz, tagara,

lotus & jasmin:

unter diesen dueften

ist der hauch der tugend

der beste

 

fast nichts, dieser wohlgeruch

 sandelholz, tagara

waehrend der hauch des tugendhaften

zu den goettern weht

alles ueberragend

 

jene, die ihre tugend vervollkommnet haben,

die in achtsamkeit verweilen,

die durch rechtes wissen befreit sind:

mara kann ihren spuren nicht folgen

 

wie in einem abfallhaufen,

der in den strassengraben geworfen wurde,

ein lotus wachsen koennte,

von reinem geruch,

das herz erfreuend,

so glaenzt inmitten der abfall gleichen,

den gewoehnlichen & blinden leuten,

der schueler des wahrhaft

selbsterwachten

mit erkenntnis

 

narren

 

lang ist fuer den schlaflosen die nacht

lang ist fuer den erschoepften eine meile

fuer narren,

in unkenntnis des wahren dhamma

ist samsara*

lang

 

wenn du auf deinem weg

keinen ebenbuertigen, keinen besseren triffst,

setze deinen weg fort,

entschlossen,

allein

mit narren gibt es keine gemeinsamkeit

 

"ich habe soehne, ich habe besitz"

der narr quaelt sich ab

wenn nicht einmal er selber

sich gehoert,

wie dann soehne?

wie reichtum?

 

ein narr, der spuert, dass er ein narr ist,

ist zumindest was das betrifft weise

ein narr jedoch, der sich fuer weise haelt,

wird zu recht

ein narr genannt

 

wenn der narr sogar sein ganzes leben

mit dem weisen verbringt,

nimmt er nichts vom dhamma wahr

wie der loeffel nichts

vom geschmack der suppe

 

wenn der einsichtige nur einen augenblick

mit dem weisen verbringt,

nimmt er den dhamma sofort wahr

wie die zunge

den geschmack der suppe

 

narren mit geringer weisheit

sind ihre eigenen feinde,

waehrend sie durchs leben schreiten

und schlechtes tun, was

bittere fruechte

traegt

 

es ist nicht gut,

die tat zu begehen,

die ihr, wenn ihr sie begangen habt,

bereut,

deren frucht ihr weinend erntet,

mit traenenueberstroemtem gesicht

 

es ist gut,

die tat zu begehen,

die ihr, wenn ihr sie begangen habt,

nicht bereut,

deren frucht ihr dankbar erntet,

mit gluecklichem herzen

 

solange schlechtes noch reifen muss,

haelt der narr es irrtuemlich fuer honig

aber wenn dieses schlechte reif wird,

verfaellt der narr dem

leid

 

monat um monat

mag der narr

nur eine grasspitze voll nahrung essen,

er waere dennoch nicht

den sechzehnten teil

derer wert,die den dhamma

ergruendet haben

 

eine schlechte tat, die begangen wurde,

kommt nicht wie fertige milch

gleich zum vorschein

sie folgt dem narren,

schwelend

wie feuer

das unter der asche verborgen ist

 

nur zu seinem verderben

wird dem narren ruhm zuteil

ruhm pluendert sein strahlendes glueck

& sprengt ihm den kopf

 

er will dann einen unverdienten rang,

eine vorzugsstellung unter den moenchen,

einfluss innerhalb der kloester,

ehrerbietung von laienfamilien

 

"haushaelter sowie jene auf dem weg

sollen denken, dass

ich allein all dies getan habe

moege nur ich festlegen,

was pflicht ist und was nicht":

der entschluss eines narren,

waehrend sie wachsen -

seine begierde & sein stolz

 

der weg zu materiellem gewinn

geht in die eine richtung,

der weg zur befreiung

in die andere

da er dies erkennt,

sollte der moench, ein schueler des erwachten,

keinen geschmack finden an gaben,

sondern

sich ueben in abgeschiedenheit

 

der weise

 

betrachtet ihn als jemanden, der

schaetze

zeigt,

den weisen, der,

wenn er eure fehler sieht,

euch zurechtweist

bleibt bei solchen weisen

fuer jemanden,

der bei einem solchen weisen bleibt,

wird alles besser,

nicht schlechter

 

lasst ihn euch ermahnen, belehren,

wegfuehren

von schlechten umgangsformen

er ermuntert zum guten,

nicht zum schlechten

 

lasst euch nicht mit schlechten freunden ein

lasst euch nicht mit niedertraechtigen ein

lasst euch mit bewundernswerten freunden ein

lasst euch mit den besten ein

 

wenn man den dhamma trinkt,

vom dhamma erfrischt ist,

schlaeft man friedlich,

mit klarem bewusstsein & ruhig

am dhamma, der

von den erhabenen dargelegt wird,

erfreut sich immer

der weise

 

bewaesserungsbauer lenken das wasser

pfeilmacher glaetten den schaft des pfeils

zimmerleute hobeln das holz

die weisen beherrschen

sich selbst

 

wie eine einzelne felsplatte

sich nicht im geringsten im wind ruehrt,

so werden die weisen nicht bewegt

von lob

von tadel

 

wie ein tiefer see,

klar, unbewegt & ruhig:

so werden die weisen klar,

ruhig,

wenn sie die worte des dhamma hoeren

 

ueberall, wirklich,

halten sich die redlichen

abseits

sie, die guten,

plappern nicht in hoffnung

auf gunst oder gewinn

wenn sie

einmal von freude

einmal von leid

getroffen werden,

zeigen die weisen

weder hochstimmung

noch niedergeschlagenheit

 

jemand dem nicht

weder fuer sich

noch fuer andere

nach

reichtum,

einem sohn,

einem koenigreich,

persoenlicher erfuellung

durch unredliche mittel verlangt:

so jemand ist redlich, reich

an tugend,

erkenntnis

 

wenige gibt es,

die das andere ufer erreichen

die anderen

hetzen einfach

an diesem ufer entlang

jene aber, die dhamma praktizieren,

in uebereinstimmung mit dem vorzueglich gelehrten dhamma

werden das reich des todes ueberschreiten,

das so schwer zu ueberschreiten ist

 

der weise

sollte dunkle gepflogenheiten aufgeben

und lichte entwickeln,

nachdem er aus der heimat

in die heimatlosigkeit,

die abgeschiedenheit gegangen ist, an der man nur schwer gefallen findet

dort sollte er sich nach freude sehnen,

indem er begierde aufgibt

er, der nichts hat

er sollte sich reinigen weise

von dem, was den geist verunreinigt

 

 

diejenigen, deren geist voll entwickelt ist

in den bestandteilen des selbst erwachens,

die sich an nicht anhaften erfreuen,

indem sie ergreifen aufgeben

strahlend,

ihre 'ausfluesse' zu ende gebracht:

sie sind, in der welt,

befreit

 

arhats

 

bei dem, der

den ganzen weg gegangen ist,

frei von leid ist,

voellig befreit ist

in jeglicher hinsicht,

alle fesseln abgeworfen hat:

wird kein fieber gefunden

 

die geistesgegenwaertigen bleiben taetig,

erfreuen sich nicht an der rueckkehr

sie geben jedes zuhause auf,

jedes zuhause,

wie schwaene, die von einem see abheben

 

sie horten nicht,

sie haben verstanden, was nahrung ist,

ihre weide - leerheit

& freiheit ohne zeichen

ihre spur,

wie die der voegel durch die luft,

kann nicht verfolgt

 

'ausfluesse' zu ende gebracht,

unabhaengig von nahrung,

ihre weide - leerheit

& freiheit ohne zeichen:

ihre spur,

wie die der voegel durch die luft,

kann nicht verfolgt werden

 

er, dessen sinne gezuegelt sind

wie pferde,

die der wagenlenker gut trainiert hat,

dessen hochmut aufgegeben ist,

frei von 'ausfluss',

so:

ihn verehren sogar die goetter

 

 

wie erde reagiert er nicht

kultiviert,

so,

wie indras pfeiler,

wie ein see ohne schlamm

fuer ihn

 so

gibt es kein weiterreisen

 

 

ruhig ist sein geist,

ruhig seine rede

& seine tat:

jemand, der durch rechtes wissen befreit ist,

befriedet,

so

 

der mensch

ohne vertrauen / jenseits von anschauungen

undankbar / das ungeschaffene kennend

ein einbrecher / der beziehungen abgeschnitten hat

seine moeglichkeiten / abhaengigkeiten

hat er zerstoert

der erbrochenes isst: / erwartungen ausgespien hat

der hervorragendste mensch

 

in doerfern, der wildnis,

taelern oder ebenen:

der ort ist schoen,

wo arhats weilen

 

schoene wildnis,

wo es die masse nicht schoen findet,

finden es die, die frei von begierde sind

schoen,

da sie nicht

nach sinnesvergnuegungen suchen

 

tausende

 

besser

wie wenn es tausende

bedeutungsloser woerter gaebe ist

ein

bedeutungsvolles

wort

das frieden bringt,

wenn man es hoert

 

besser

wie wenn es tausende

bedeutungsloser verse gaebe ist

ein

bedeutungsvoller

vers

der frieden bringt,

wenn man ihn hoert

 

und besser wie wenn man hunderte

bedeutungsloser verse singen wuerde ist

ein

dhamma-spruch

der frieden bringt,

wenn man ihn hoert

 

ein groesserer krieger

als der,welcher

tausendmal tausend maenner

besiegt, ist der, welcher nur

einen

sich selber

besiegt

 

besser sich selber besiegen

als andere

wenn ihr geuebt seid

und in staendiger selbstbeherrschung lebt,

koennte weder ein deva noch gandhabba,

noch ein mara gemeinsam mit brahmas,

diesen sieg

wieder in eine niederlage verkehren

 

monat um monat koenntet ihr

um den preis von tausenden,

hundertmal

opferungen begehen,

oder

einen einzigen augenblick

einem,

der sich vervollkommnet hat,

ehre erweisen

besser als hundert jahre der opferungen

waere dieser akt der ehrerbietung

 

hundert jahre lang koenntet ihr,

in einem wald leben

und ein feuer unterhalten,

oder

einen einzigen augenblick

einem

der sich vervollkommnet hat,

ehre erweisen

besser als hundert jahre der opferungen

waere dieser akt der ehrerbietung

 

alles, was auf dieser welt

ein ganzes jahr lang von jemandem, der inneren reichtum sucht,

dargebracht oder geopfert wird

bringt nicht ein viertel

besser ist es,

denen achtung zu erweisen,

die den rechten weg gegangen sind

 

wenn ihr aus gewohnheit ehrerbietig seid

und fortwaehrend die ehrwuerdigen hochachtet,

vermehren sich vier dinge:

langes leben, schoenheit,

glueck, staerke

 

besser als hundert jahre

verbracht ohne tugend, unkonzentriert, ist

ein tag

von einem tugendhaften verbracht

in der versenkung in jhana

 

und besser als hundert jahre

verbracht ohne einsicht, unkonzentriert, ist

ein tag

von einem einsichtigen verbracht

in der versenkung in jhana

 

und besser als hundert jahre

verbracht in gleichgueltigkeit & tatenlosigkeit ist

ein tag

verbracht mit tatkraft & entschlossenheit

 

und besser als hundert jahre

verbracht ohne

entstehen & vergehen zu sehen ist

ein tag

verbracht damit,

entstehen & vergehen zu sehen

 

und besser als hundert jahre

vebracht ohne

die 'todlosigkeit' zu sehen ist

ein tag

verbracht damit,

die 'todlosigkeit' zu sehen

 

und besser als hundert jahre

verbracht ohne

den letztendlichen dhamma zu sehen ist

ein tag

verbracht damit,

den letztendlichen dhamma zu sehen

 

das schlechte

 

seid schnell darin,

bewundernswertes zu tun

verschliesst euren geist

dem schlechten

wenn ihr langsam darin seid,

inneren reichtum zu schaffen,

erfreut schlechtes den geist

 

wenn jemand schlechtes tut,

sollte er es nicht wieder & wieder tun,

sollte er keinen hang dazu entwickeln

schlechtes anzuhaeufen

bringt leid

 

wenn jemand inneren reichtum schafft,

sollte er es wieder und wieder tun,

sollte er einen hang dazu entwickeln

inneren reichtum anzuhaeufen

bringt freude

 

sogar die schlechten

haben glueck

solange ihr schlechtes

noch im reifen begriffen ist

aber wenn es herangereift ist,

dann treffen sie

auf schlechtes

 

sogar die guten

haben pech

solange ihr gutes

noch im reifen begriffen ist

aber wenn es herangereift ist,

dann treffen sie

auf gutes

 

seid nicht achtlos gegenueber schlechtem

( 'es wird mich nicht treffen' )

ein wasserkrug wird voll -

sogar mit wasser,

das in tropfen faellt

mit schlechtem wenn auch

eins

ums

andere

aus gewohnheit

fuellt sich der narr auf

 

seid nicht achtlos gegenueber innerem reichtum

( 'es wird mich nicht treffen' )

ein wasserkrug wird voll -

sogar mit wasser,

das in tropfen faellt

mit innerem reichtum wenn auch

eins

ums

andere

aus gewohnheit

fuellt sich der erleuchtete auf

 

wie ein haendler mit einer kleinen

aber gut bestueckten karawane

 von einer gefaehrliche strasse,

wie ein mensch, der sein leben liebt

 von gift,

sollte man abstand nehmen von

 schlechten taten

 

wenn keine verwundung auf der hand ist,

kann diese hand gift tragen

gift dringt nicht ein,

wo keine wunde ist

denen widerfaehrt nichts schlechtes,

die es nicht tun

 

wer sich vergeht

an einem unschuldigen menschen,

einem reinen menschen, ohne makel:

das schlechte kommt direkt auf den narren zurueck

wie feiner staub,

der gegen den wind geworfen wird

 

einige werden geboren im mutterleib,

uebeltaeter in der hoelle,

jene auf dem richtigen pfad gehen

in den himmel,

doch jene ohne ausfluss:

voellig befreit

 

nicht oben in der luft,

noch in der mitte des meeres,

noch wenn ihr in eine felsspalte im gebirge geht

 nirgends auf der welt

kann ein platz gefunden werden

wo ihr sein & euren schlechten taten

entrinnen koenntet

 

nicht oben in der luft,

noch in der mitte des meeres,

noch wenn ihr in eine felsspalte im gebirge geht

 nirgends auf der welt

kann ein platz gefunden werden

wo ihr sein koenntet & dem tod

nicht unterworfen waert

 

die rute

 

alle zittern vor der rute,

alle haben angst vor dem tod

zieht den vergleich zu euch selbst

und toetet nicht, noch macht, dass andere toeten

 

alle zittern vor der rute,

alle lieben ihr leben

zieht den vergleich zu

euch selbst

und toetet nicht, noch macht andere toeten

 

wer eine rute nimmt,

um lebenden wesen, die glueck wuenschen zu schaden,

wenn er selber glueck sucht,

wird nach dem tod kein glueck erlangen

 

wer keine rute nimmt,

um lebenden wesen, die glueck wuenschen zu schaden,

wenn er selber glueck sucht,

wird nach dem tod glueck erlangen

 

sprecht niemanden barsch an

oder die worte werden direkt auf euch zurueck

geworfen werden

zank und streit sind qualvoll,

denn ihr werdet eurerseits die ruten spueren

wenn ihr, wie ein flach gehaemmerter eisentopf

keinen widerhall gebt,

habt ihr eine befreiung gefunden;

in euch findet sich

keine streitlust

 

wie ein viehhirte mit einer rute

die kuehe auf das feld jagt,

so jagen

altern & tod

das leben der lebenden wesen

 

waehrend er schlechte taten tut,

macht sich der narr keine gedanken

der dummkopf

wird von seinen eigenen taten

gequaelt,

wie wenn er von einem feuer verbrannt wuerde

 

wer sich mit einer rute

an einem unschuldigen, unbewaffneten menschen vergeht,

verfaellt schnell einem von zehn dingen:

grobe schmerzen, verwuestung, ein ruinierter koerper, schwere krankheit,

wahnsinn, aerger mit der regierung,

ueble verleumdung, verlust von verwandten, aufloesung des besitzes,

niedergebrannte haeuser

wenn der koerper auseinanderfaellt,

findet sich der uneinsichtige

in der hoelle wieder

 

weder nacktheit, verfilztes haar,

schlamm, nahrungsverweigerung,

schlafen auf blossem boden,

noch staub & schmutz oder askese durch hocken

reinigen den sterblichen,

der nicht ueber zweifel hinaus gekommen ist

wenn jemand, obwohl er geschmueckt ist,

ein leben in einklang mit dem reinen leben fuehrt

 beruhigt, gezaehmt & gefestigt

nachdem er die rute fuer alle wesen weggelegt hat,

dann ist er ein praktizierender

ein brahmane

ein moench

 

wer ist auf dieser welt

ein mensch, der von seinem gewissen geleitet wird,

der einen tadel bemerkt,

wie ein gutes pferd die peitsche?

 

wie ein gutes pferd,

das von einer peitsche getroffen wird,

sei inbruenstig & rein

durch ueberzeugung

tugend, ausdauer

konzentration, urteilsvermoegen,

vollendet in wissen & benehmen,

geistesgegenwaertig,

wirst du dies nicht-geringe leid aufgeben

 

bewaesserungsbauer lenken das wasser

pfeilmacher glaetten den schaft des pfeils

zimmerleute schnitzen das holz

jene, die gut praktizieren beherrschen

sich selbst

 

das altern

 

was fuer ein lachen, warum freude

bei diesen immerwaehrenden flammen?

von dunkelheit umschlossen

suchst du keine leuchte?

 

schau das verschoenerte bild an,

gestuetzt, ein haufen eiternder wunden:

krank, aber der gegenstand

vieler vorsaetze,

wo da nichts

bestaendiges oder gewisses ist

 

zermuerbt ist der koerper,

ein nest von krankheiten, in aufloesung

diese verderbliche anhaeufung

faellt mit sicherheit auseinander,

denn das leben ist vom tod umschlossen

 

wenn du jene knochen siehst

abgelegt

wie flaschenkuerbisse im herbst,

taubengrau:

welche freude?

 

eine stadt aus knochen,

bedeckt mit fleisch & blut,

ihre verborgenen schaetze sind:

stolz & verachtung,

alter & tod

 

sogar praechtig ausstaffierte

koenigliche kutschen

verschleissen,

so auch der koerper,

der dem alter unterworfen ist

aber der dhamma der guten

ist nicht dem alter unterworfen:

die guten lassen es die gebildeten wissen

 

der mann, der nicht zuhoert,

reift wie ein ochse

seine muskeln wachsen,

seine erkenntnis nicht

 

den kreis vieler geburten durchwanderte ich

ohne lohn,

ohne rast,

auf der suche nach dem hausbauer

geburt ist qualvoll

wieder & wieder

 

hausbauer, du bist entdeckt!

du wirst kein haus mehr bauen

all deine sparren sind zerbrochen,

der firstbalken zerstoert,

dahingegangen in die 'formlosigkeit', ist der geist

am ende der begierde angelangt

 

sie leben weder das reine leben,

noch kommen sie in ihrer jugend zu reichtum

und schwinden so dahin wie alte reiher

in einem ausgetrockneten,

abgefischten see

 

sie leben weder das reine leben,

noch kommen sie in ihrer jugend zu reichtum

und liegen so herum,

falsch vom bogen abgeschossen,

und jammern ueber alte zeiten

 

selbst

 

wenn du dich liebst,

huete, huete dich gut

der weise bleibt wach,

und kuemmert sich um sich

in jeder der drei nachtwachen,

den drei stadien des lebens

 

zuerst

macht er sich heimisch

in dem was richtig ist,

erst dann

lehrt er andere

er befleckt seinen namen nicht:

er ist weise

 

wenn ihr euch selbst so formen wuerdet

wie ihr es andere lehrt,

dann, gut geuebt,

zur tat schrittet & zaehmtet

denn, so wird gesagt,

was schwer zu zaehmen ist, das bist

du selbst

 

euer eigenes selbst ist

euer wichtigster halt,

denn wer koennte sonst euer wichtigster halt sein?

dadurch, dass ihr selbst gut geuebt seid,

erlangt ihr den wichtigsten halt,

was schwer zu erlangen ist

 

das schlechte, das er selbst getan hat

 selbst-geboren, selbst-erschaffen

zermalmt den dummkopf,

wie ein diamant einen kostbaren stein

 

wenn ihr von schlimmstem laster ueberwuchert seid

wie ein baum von einer schlingpflanze

fuegt ihr euch das zu,

was ein feind sich wuenschen wuerde

 

das ist leicht zu tun

was nicht gut ist

& euch nichts nuetzt

was wirklich nuetzlich & gut ist,

ist wirklich schwerer als schwer zu tun

 

die lehre jener, die den dhamma leben,

wuerdige, edle:

wer sie herabsetzt

 ein dummkopf,

von schlechten ansichten beeinflusst

bringt fruechte zu seiner eigenen zerstoerung hervor

wie der bambus

 

schlechtes wird von einem selbst begangen

durch sich selbst wird man befleckt

schlechtes bleibt durch einen selbst ungetan

durch sich selbst wird man gereinigt

reinheit & unreinheit sind das eigene tun

niemand reinigt jemand anderen

niemand anderer reinigt einen selbst

 

opfere nicht dein eigenes wohlergehen

fuer das eines anderen,

egal wie gross

erkenne dein eigenes wirkliches wohlergehen

und achte nur auf das

 

welten

 

lass dich nicht auf minderwertige eigenschaften ein

habe nichts mit unachtsamkeit zu tun

lass dich nicht auf falsche ansichten ein

beschaeftige dich nicht mit der welt

 

steh auf! sei nicht achtlos

fuehre ein gutes dhamma leben

jemand, der ein dhamma leben fuehrt,

schlaeft froh

in dieser welt & der naechsten

 

fuehre ein gutes dhamma leben

fuehre es nicht schlecht

jemand, der ein dhamma leben fuehrt,

schlaeft froh

in dieser welt & der naechsten

 

sieh sie als blase,

sieh sie als trugbild:

jemanden, der die welt so betrachtet

sieht der koenig des todes nicht

 

komm, schau diese welt an

ausstaffiert wie eine koenigskutsche,

wo sich narren hinein stuerzen,

waehrend die, die wissen

nicht anhaften

 

wer frueher achtlos war,

es spaeter aber nicht ist,

erhellt die welt

wie der mond, wenn sich die wolken verzogen haben

 

seine untat

wird mit geschick ersetzt:

er erhellt die welt

wie der mond, wenn sich die wolken verzogen haben

 

diese welt ist blind

wie wenige hier sehen klar!

wie es voegel, die einem netz

entkommen sind,

wenige gibt, gibt es wenige

menschen,

die einen himmel daraus machen

 

schwaene fliegen den sonnenweg;

jene mit der faehigkeit fliegen durch den raum;

die erleuchteten fliehen die welt,

nachdem sie die heere maras besiegt haben

 

ein mensch, der luegt,

der in dieser einen sache zu weit geht,

indem er bedenken wegen der jenseitigen welt hinter sich laesst:

es gibt nichts schlechtes,

was er nicht tun koennte

 

geizige gehen nicht

zur welt der devas

jene, die freigebigkeit nicht loben

sind narren

die erleuchteten

zollen der freigebigkeit ihre anerkennung

und finden so freude

in der jenseitigen welt

 

alleinige gewalt ueber die erde,

in den himmel kommen,

herrschaft ueber alle welten:

die frucht des 'eintretens in den strom'

uebertrifft das alles

 

erwacht

 

wessen sieg nicht zunichte gemacht werden kann,

an wessen sieg niemand auf der welt

heranreichen kann;

erwacht, seine weide grenzenlos,

weglos:

mit welchem pfad willst du ihn in die irre fuehren?

 

in wem keine begierde ist

 die laestige verfuehrerin

um ihn, wo auch immer nur hin zu fuehren;

erwacht, seine weide grenzenlos,

weglos:

mit welchem pfad willst du ihn in die irre fuehren?

 

sie, die erleuchteten, bedacht auf jhana,

erfreuen sich am stillwerden

& aufgeben,

sind selbst-erwacht & geistesgegenwaertig:

sogar die devas

schauen mit neid auf sie

 

schwer das erlangen einer geburt als mensch

schwer das leben der sterblichen

schwer die moeglichkeit, den wahren dhamma zu hoeren

schwer das erscheinen von erwachten

 

das nichttun von allem schlechten,

das ausfuehren von dem was geeignet ist,

das reinigen des eigenen geistes:

das ist die lehre

des erwachten

 

geduldiges ertragen:

die hoechste askese

befreiung:

das hoechste,

so sagen die erwachten

wer einen anderen verletzt

ist kein praktizierender

wer einen anderen schlecht behandelt,

kein moench

 

nicht veraechtlich machen, nicht verletzen,

zurueckhaltung in uebereinstimmung mit dem patimokkha*,

maessigung beim essen,

verweilen in abgeschiedenheit,

bindung an den vertieften geist:

das ist die lehre

des erwachten

 

nicht einmal wenn es goldmuenzen regnete,

haetten wir genug

an sinnlichen freuden

'voller stress*,

sie bringen wenig vergnuegen'

da er das weiss, findet der weise

keinen gefallen

sogar an himmlischen sinnlichen freuden

er ist einer, der sich erfreut

am aufhoeren der begierde,

ein schueler des 'wahrhaft

selbst-erwachten'

 

sie nehmen vielerorts ihre zuflucht,

in bergen und waeldern,

zu park- und baumaltaeren:

menschen, die von einer gefahr bedroht sind

das ist nicht die sichere zuflucht,

nicht die ueberragende zuflucht,

das ist nicht die zuflucht,

wo du, wenn du sie genommen hast,

frei wirst

von allem leid & stress

 

aber wenn du, nachdem du

zu buddha, dhamma

& sangha zuflucht genommen hast,

mit rechter einsicht

die vier edlen wahrheiten verstehst

stress,

die ursache von stress,

das ueberschreiten von stress

& den edlen achtfachen pfad,

den weg zur beruhigung von stress:

das ist die sichere zuflucht,

das ist die ueberragende zuflucht,

das ist die zuflucht,

wo du, wenn du sie genommen hast,

frei wirst

von allem leid & stress

 

es ist schwierig,

einem hoechst kultivierten menschen zu begegnen

es ist einfach nicht wahr,

dass er ueberall geboren wird

wo immer er geboren wird, ein erleuchteter,

gedeiht die familie

und ist gluecklich

 

ein segen: das erscheinen erwachter

ein segen: das lehren von wahrem dhamma

ein segen: die eintracht der sangha

die enthaltsamkeit derjenigen, die in eintracht sind,

ist ein segen

 

wenn du jene verehrst, die der verehrung wuerdig sind,

 'erwachte' oder ihre schueler

die jenseits gegangen sind von

schwierigkeiten,

klagen

& kummer,

die ungefaehrdet sind,

furchtlos,

befreit:

dann gibt es kein mass, das messen kann,

dass dein innerer reichtum 'so viel' ist

 

gluecklich

 

wie ueberaus gluecklich leben wir,

frei von feindseligkeit

unter denen, die feindselig sind

unter feindseligen menschen,

frei von feindseligkeit, weilen wir

 

wie ueberaus gluecklich leben wir,

frei von elend

unter denen, die sich elend fuehlen

unter elenden menschen,

frei von elend, weilen wir

 

wie ueberaus gluecklich leben wir,

frei von geschaeftigkeit

unter denen, die geschaeftig sind

unter geschaeftigen menschen,

frei von geschaeftigkeit, weilen wir

 

wie ueberaus gluecklich leben wir,

wir die nichts haben

wir werden uns von verzueckung ernaehren

wie die strahlenden goetter

 

gewinnen schafft feindseligkeit

verlieren fuehrt dazu, dass man sich kummervoll niederlegt

die zur ruhe gekommenen legen sich gluecklich nieder,

sie haben

gewinnen & verlieren

beiseite gelegt

 

es gibt kein feuer gleich der leidenschaft,

keinen verlust gleich dem zorn,

keinen schmerz gleich den anhaeufungen,

keine freude ausser dem frieden

 

hunger: die hoechste krankheit

gestaltungen: das hoechste leid

fuer jemanden, der diese wahrheit so kennt

wie sie wirklich ist,

ist die hoechste freude

befreiung

 

freiheit von krankheit: das hoechste glueck

zufriedenheit: der hoechste reichtum

vertrauen: die hoechste verwandtschaft

befreiung: die hoechste freude

 

wenn man den labsal trinkt,

den geschmack

von abgeschiedenheit & ruhe ,

ist man befeit von schlechtem, ohne

leid,

erquickt vom labsal

der verzueckung von dhamma

 

es ist angenehm, edle zu treffen

in ihrer gesellschaft ist man gluecklich immer

dadurch, dass man keine narren trifft

auf dauer, ist man gluecklich

auf dauer

 

denn wenn man mit einem narren zusammen lebt,

hat man lange kummer

der umgang mit narren ist leidvoll,

so wie mit einem feind

immer

gluecklich ist man im umgang

mit erleuchteten,

so wie in einer versammlung von verwandten

 

deswegen:

der erleuchtete mensch

klug, gelehrt,

duldend, pflichtbewusst, edel,

intelligent, ein rechtschaffener mensch:

folge ihm

 einem seiner art

wie der mond dem kurs

der sterne des tierkreiszeichens

 

liebgewonnene

 

nachdem er sich mit dem befasst hat,

was nicht seine eigenen uebungen waren,

und sich mit dem nicht befasst hat,

was sie waren,

nachdem er das ziel missachtet hat,

um nach dem zu greifen, was ihm lieb war,

beneidet er jetzt jene,

die auf sich geachtet haben,

sich in die pflicht

genommen haben

 

verbindet euch niemals ganz gleich was passiert

mit liebenswertem

oder unliebsamem

es ist schmerzhaft,

das nicht zu sehen, was einem lieb ist

oder das zu sehen, was einem unlieb ist

 

gewinnt also nichts lieb,

denn es ist schrecklich, von dem getrennt zu sein,

was einem lieb ist

fuer jene, fuer die es lieb und unliebsam

nicht gibt,

kann man keine fesseln finden

 

aus dem, was einem lieb ist, entsteht leid,

aus dem, was einem lieb ist, entsteht furcht

fuer jemanden, der befreit ist von dem, was ihm lieb ist,

gibt es kein leid

 wie dann furcht?

 

aus dem, was man liebt, entsteht leid,

aus dem, was man liebt, entsteht furcht

fuer jemanden, der befreit ist von dem, was er liebt,

gibt es kein leid

 wie dann furcht?

 

aus freude entsteht leid,

aus freude entsteht furcht

fuer jemanden, der von freude befreit ist

gibt es kein leid

 wie dann furcht?

 

aus sinnlichkeit entsteht leid,

aus sinnlichkeit entsteht furcht

fuer jemanden, der von sinnlichkeit befreit ist

gibt es kein leid

 wie dann furcht?

 

aus begierde entsteht leid,

aus begierde entsteht furcht

fuer jemanden, der von begierde befreit ist,

gibt es kein leid

 wie dann furcht?

 

den vollkommenen an tugend & einsicht,

der vernuenftig ist,

die wahrheit spricht,

sich um seine angelegenheiten kuemmert:

ihn liebt die welt

 

wenn

ihr einen wunsch hervorgebracht habt

nach etwas, was nicht ausgedrueckt werden kann,

euer herz euch durchdringt,

euer geist nicht verstrickt ist

in sinnliche begierden:

heisst es, dass ihr

im aufwaerts fliessenden strom seid

 

ein mensch, der lange weg war

kehrt sicher von weither heim

seine verwandten, seine freunde, seine gefaehrten

freuen sich ueber seine rueckkehr

 

auf die gleiche weise werden euch,

wenn ihr gutes getan habt

& von dieser welt

in die naechste welt gegangen seid,

eure guten taten empfangen,

wie verwandte einen lieben,

der heimgekehrt ist

 

aerger

 

gebt den aerger auf,

macht schluss mit dem duenkel,

ueberwindet jede fessel

wenn ihr an name & form

keine anhaftung habt

 ueberhaupt nichts habt

keine leiden, keine belastungen, greift an

 

wer, wenn aerger aufkommt,

voellige kontrolle behaelt

wie bei einem renngespann:

den

nenne ich einen meisterlichen wagenlenker

jeden anderen,

einen zuegelhalter

mehr nicht

 

besiegt den aerger

mit fehlendem aerger,

schlecht mit gut;

geiz mit grosszuegigkeit,

einen luegner mit wahrheit

 

die wahrheit sagen;

nicht aergerlich werden;

geben, wenn man darum gebeten wird

egal wie wenig man hat:

durch diese drei dinge

geht man in die gegenwart der devas ein

 

guetige weise,

die sich koerperlich stets im griff haben,

sind auf dem weg zum unerschuetterlichen zustand,

wo es, wenn sie dorthin gelangt sind,

kein leid gibt

 

jene, die immer wachsam bleiben

und tag und nacht ueben

im streben nach befreiung:

ihre ausfluesse naehern sich dem ende

 

das gibt es schon von alters her, atula,

& nicht erst seit heute:

sie haben etwas auszusetzen an jemandem,

der still da sitzt,

sie haben etwas auszusetzen an jemandem,

der viel spricht,

sie haben etwas auszusetzen an jemandem

der seine worte abwaegt

es gibt niemanden auf der welt, an dem nichts ausgesetzt wird

 

es gab nie

wird nie

noch gibt es jetzt jemanden,

der nur herabgesetzt

oder nur gelobt wird

 

wenn gut unterrichtete leute ihn dafuer loben,

nachdem sie ihn

tag fuer tag beobachtet haben,

dass er in seinem verhalten einwandfrei, intelligent,

mit erkenntnis & tugend versehen ist:

gleich einem goldbarren

wer kann da etwas an ihm aussetzen?

sogar devas loben ihn

sogar von brahma wird er gelobt

 

huetet euch vor aerger,

der sich koerperlich bahn schafft;

habt euch koerperlich im griff

nachdem ihr koerperliches fehlverhalten aufgegeben habt,

ergeht euch

in koerperlichem wohlverhalten

 

huetet euch vor aerger,

der sich verbal bahn schafft;

habt euch verbal im griff

nachdem ihr verbales fehlverhalten aufgegeben habt,

ergeht euch

in verbalem wohlverhalten

 

huetet euch vor aerger,

der sich geistig bahn schafft;

habt euch geistig im griff

nachdem ihr geistiges fehlverhalten aufgegeben habt,

ergeht euch

in geistigem wohlverhalten

die den koerper beherrschen

 die erleuchteten

die rede & geist beherrschen

 erleuchtet sind

deren beherrschung ist gefestigt

 

unreinheiten

 

du bist jetzt

wie ein gelb gefaerbtes blatt

schon

stehen yamas gehilfen bereit

du stehst an der schwelle aufzubrechen,

musst dich aber noch

fuer die reise ruesten

 

schafft euch eine insel!

macht schnell! seid weise!

wenn eure unreinheiten voellig weggeblasen sind

und ihr makellos seid,

werdet ihr den goettlichen bereich

der edlen erreichen

 

ihr steht jetzt

fast am ende eurer zeit

ihr schreitet

auf yamas gegenwart zu,

ohne einen rastplatz am weg,

muesst euch aber noch

fuer die reise ruesten

 

schafft euch eine insel!

macht schnell! seid weise!

wenn eure unreinheiten voellig weggeblasen sind

und ihr makellos seid,

werdet ihr nicht wieder geburt

und altern erleiden

 

wie ein silberschmied

schritt um

schritt,

stueck fuer

stueck,

augenblick um

augenblick,

die unreinheiten

des geschmolzenen silbers wegblaest

tut der weise es mit seinen

 

so wie rost

 die unreinheit des eisens

genau das eisen auffrisst,

das ihn hervorgebracht hat,

so fuehren die taten

desjenigen, der nachlaessig lebt,

ihn an ein schlechtes ziel

 

keine rezitation: die vernichtende unreinheit der liturgie

keine tatkraft: die des haushalts

nachlaessigkeit: die der schoenheit

unachtsamkeit: die des waechters

 

bei einer frau ist ungebuehrliches verhalten eine unreinheit

bei einem geber geiz

schlechte taten sind die wirklichen unreinheiten

in dieser und der naechsten welt

 

unreiner als diese unreinheiten

ist die hoechste unreinheit:

unwissenheit

wenn ihr diese unreinheit aufgegeben habt,

moenche, seid ihr frei von unreinheiten

 

das leben ist einfach

fuer jemand, der skrupellos,

listig wie eine kraehe,

verderbt, verleumderisch,

dreist & unverfroren ist;

aber fuer jemanden, der fortwaehrend

skrupelhaft, vorsichtig,

aufmerksam, ernsthaft,

rein in seiner lebensfuehrung,

makellos in seinem trachten ist,

ist es schwierig

 

wer toetet, luegt, stiehlt,

zur frau eines anderen geht

& abhaengig von drogen ist,

untergraebt

seine eigenen wurzeln

schon in dieser welt

 

wisse denn, mein guter,

dass schlechte taten ruecksichtslos sind

lass dich nicht von gier & unredlichkeit

mit langfristigem leid bedraengen

 

menschen geben

entsprechend ihrem glauben,

entsprechend ihrer ueberzeugung

wenn man sich aufregt

ueber essen & trinken, das anderen gegeben wird,

erlangt man keine sammlung

bei tag oder bei nacht

 

jemand jedoch, in dem dies

durch- schnitten

ent- wurzelt

aus- geloescht ist

erlangt sammlung

bei tag oder bei nacht

 

kein feuer brennt wie leidenschaft,

kein griff haelt wie aerger,

keine schlinge faengt wie taeuschung,

kein fluss stroemt wie begierde

 

es ist leicht,

die fehler der anderen,

aber schwierig,

die eigenen zu sehen

die fehler der anderen

siebt man heraus wie spreu,

die eigenen verbirgt man

wie ein falschspieler einen ungluecklichen wurf

 

wenn du dich auf die fehler anderer konzentrierst

und dauernd an ihnen herumnoergelst,

gedeihen deine ausfluesse

du bist von ihrem aufhoeren weit entfernt

 

es gibt im raum keine spur,

ausserhalb keinen praktizierenden

die leute sind

in komplikationen verwickelt,

frei von komplikationen sind jedoch

die tathagatas

 

es gibt im raum keine spur,

ausserhalb keinen praktizierenden,

keine ewigen gestaltungen,

kein hin und her in den erwachten

 

der richter

 

schnell ein urteil zu faellen

bedeutet nicht, dass man ein richter ist

der weise, der beides abwaegt,

das richtige urteil & das falsche,

beurteilt andere unparteiisch

ohne eile, in uebereinstimmung mit dem dhamma,

den dhamma bewahrend,

vom dhamma geleitet,

intelligent:

so jemand ist ein richter

 

wenn man einfach nur viel redet,

heisst das nicht, dass man weise ist

wer sicher ist

ohne feindseligkeit,

furcht

gilt als weise

 

wenn man einfach nur viel redet,

pflegt man nicht den dhamma

wer auch immer,

 obwohl er fast nichts gehoert hat

den dhamma mit dem koerper sieht,

nicht achtlos gegenueber dem dhamma ist:

er pflegt den dhamma

 

wenn man ein graues haupt hat,

bedeutet das nicht, dass man ein 'ehrwuerdiger' ist

man ist in die jahre gekommen

und wird ein alter depp genannt

aber jemand mit

wahrhaftigkeit, zurueckhaltung,

rechtschaffenheit, freundlichkeit,

selbstkontrolle

er wird als 'ehrwuerdiger' bezeichnet,

der seine unreinheiten ausgespien hat,

erleuchtet ist

 

nicht durch hoefliche konversation

oder ein lotusfarbiges gesicht

wird ein neidischer, elender betrueger

ein vorbildlicher mensch

jemand jedoch, bei dem dies

durch- schnitten

ent- wurzelt

ausgeloescht ist

wird vorbildlich genannt,

seinen widerwillen hat er ausgespien,

er ist intelligent

 

ein rasierter kopf

weist nicht auf einen praktizierenden hin

ein luegner, der seine verpflichtungen nicht einhaelt,

der mit gier & verlangen erfuellt ist:

was ist das fuer ein praktizierender?

 

wer aber

die missklaenge

seiner schlechten eigenschaften

 ob gross oder klein

in jeglicher hinsicht bereinigt,

indem er das schlechte zum schweigen bringt:

der wird ein praktizierender genannt

 

wenn man von anderen gaben erbittet,

heisst das nicht, dass man ein moench ist

solange man die gepflogenheiten

der laien beibehaelt,

ist man ueberhaupt kein moench

 

wer aber

inneren reichtum & schaden beiseite legt und

das zoelibat lebt,

wer wohlueberlegt

die welt durchschreitet:

der gilt als moench

 

nicht durch schweigen

wird ein verwirrter

& unwissender

zum weisen

wer aber weise,

gleich wenn er zwei waagschalen hielte

und das vorzuegliche waehlte

schlechte taten zurueckweist:

der ist ein weiser,

so ist er ein weiser

beide seiten der welt

abwaegen koennen:

dadurch gilt man als

weiser

 

nicht indem man leben verletzt

wird man edel

man wird zum edlen

dadurch dass man freundlich

zu allem lebendigen ist

 

moench,

lass nie zu, dass du

wegen

deiner geluebde & praktiken,

grosser gelehrsamkeit,

meditationserfolgen,

leben in abgeschiedenheit

oder dem gedanken: ' ich bin in beruehrung

mit dem wohlgefuehl der zurueckgezogenheit,

das gewoehnliche leute

nicht kennen'

je zulaesst, dass du selbstzufrieden wirst,

solange das ende der ausfluesse

noch nicht erreicht ist

 

der pfad

 

an pfaden ist der achtfache unuebertroffen

an wahrheiten, die vier

an guten eigenschaften, leidenschaftslosigkeit

an zweibeinigen wesen,

der mit den

sehenden augen

 

genau dies

ist der pfad

 es gibt keinen anderen

um die geistige sehkraft zu reinigen

folgt ihm,

das wird mara

in bestuerzung versetzen

 

wenn ihr ihm folgt,

beendet ihr

leid & stress

ich habe euch diesen pfad gelehrt,

nachdem ich das herausziehen der pfeile

 damit ihr es erfahrt

erfahren habe

 

an euch ist es, sich zu muehen

mit begeisterung

tathagatas zeigen

einfach nur den weg

jene, die in jhana versunken

praktizieren:

sie werden befreit werden

von den fesseln maras

 

wenn man mit einsicht erkennt,

'alle gestaltungen sind unbestaendig'

wird man von stress entzaubert

das ist der pfad

zur reinheit

 

wenn man mit einsicht erkennt,

' alle gestaltungen bereiten stress '

wird man von stress entzaubert

das ist der pfad

zur reinheit

 

wenn man mit einsicht erkennt,

'alle erscheinungen sind nicht-selbst'

wird man von stress entzaubert

das ist der pfad

zur reinheit

 

wenn zeit ist, den ersten schritt zu tun,

bleibt er untaetig

jung, stark, aber traege,

die vorsaetze seines herzens ermattet,

so verliert

der traege, faule,

den pfad zur einsicht

 

aufmerksam beim sprechen

gezuegelt im geistigen,

solltet ihr nichts ungeeignetes

mit dem koerper tun

reinigt

diese drei wege des tuns

bringt zur reife

den pfad, den seher verkuendet haben

 

aus bemuehen entsteht weisheit;

aus mangel daran, das ende der weisheit

indem ihr diese zwei wege kennt

 zu entwicklung,

zu verfall

verhaltet euch so,

dass sich die weisheit vermehrt

 

faellt

den wald der begierde,

nicht den wald von baeumen

aus dem wald der begierde

kommen gefahr und furcht

wenn ihr diesen wald gefaellt habt

& sein unterholz, moenche,

seid entwaldet

 

denn so lange wie

das kleinste bisschen unterholz

eines mannes fuer frauen

nicht gerodet ist,

ist das herz gebunden,

wie ein saeugendes kalb

an seine mutter

 

macht euren sinn zur selbst verlockung

zunichte,

wie eine herbstlilie

in der hand

pflegt nur den pfad zum frieden

 befreiung

wie er vom 'vollstaendig gegangenen' gelehrt wurde

 

'hier werde ich waehrend der regenzeit bleiben

hier im sommer & winter'

das malt sich der narr aus

und ist sich keiner hindernisse bewusst

 

den sein-sohn-&-vieh-betrunkenen,

der geistig voellig verstrickt ist:

der tod fegt ihn hinweg

wie eine grosse flut

ein schlafendes dorf

es gibt keine soehne

die einen schuetzen,

keinen vater,

keine familie

fuer den, den der 'beender' im griff hat,

keinen schutz unter verwandten

 

im bewusstsein

dieser zwingenden einsicht

sollte der weise, von tugend geleitet,

den pfad rein machen

 sofort

der bis hin zur befreiung fuehrt

 

verschiedenes

 

wenn er dadurch,

dass er auf ein begrenztes wohlergehen

verzichtete,

reichliches wohlergehen erfuehre,

wuerde der verstaendige mensch

auf das begrenzte wohlergehen

verzichten,

des reichlichen

zuliebe

 

er sucht sein eigenes wohlbehagen,

indem er anderen un-behagen bereitet

da er in das hin und her

von feindseligkeiten verstrickt ist,

wird er nicht befreit

von feindseligkeit

 

in denen, die

das ablehnen, was man tun

& das tun, was man nicht tun soll

 achtlos, anmassend

gedeihen die ausfluesse

 

aber bei denen, die ihren sinn

fortwaehrend fest richten auf die achtsamkeit,

die voellig mit dem koerper befasst ist,

die nicht dem froenen,

was man nicht tun sollte

& unbeirrt mit dem fortfahren,

was man sollte

 achtsam, wach

bei ihnen neigen sich die ausfluesse dem ende zu

 

nachdem er mutter & vater,

zwei kriegskoenige,

das koenigreich & seine kolonien vernichtet hat

zieht der brahmane unbesorgt weiter

 

nachdem er mutter & vater,

zwei gelehrte koenige,

& , als fuenftes, einen tiger getoetet hat

zieht der brahmane unbesorgt weiter

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas

deren achtsamkeit tag & nacht

fortwaehrend voellig

mit dem buddha befasst ist

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas

deren achtsamkeit tag & nacht

fortwaehrend voellig

mit dem dhamma befasst ist

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas

deren achtsamkeit tag & nacht

fortwaehrend voellig

mit der sangha befasst ist

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas

deren achtsamkeit tag & nacht

fortwaehrend voellig

mit dem koerper befasst ist

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas

deren herzen sich tag & nacht

an der arglosigkeit erfreuen

 

sie erwachen, immer voellig wach:

die schueler gotamas,

deren herzen sich tag & nacht

an der geistigen entwicklung erfreuen

 

schwierig ist das leben der hinausgegangenen,

schwierig daran gefallen zu finden

schwierig ist das elende leben

des haushaelters

es ist leidvoll mit leuten zu sein, mit denen man nicht harmoniert,

leidvoll unterwegs zu sein

so sei weder reisender

noch voll leid

 

der mensch mit grundsaetzen,

begabt mit tugend,

ansehen & reichtum:

wohin er geht,

wird er geehrt

 

die guten erstrahlen von weitem

wie die schneeberge des himalaya

die schlechten sieht man nicht

einmal aus der naehe,

gleich pfeilen, die in die nacht geschossen werden

 

allein sitzen,

allein ruhen,

allein gehen,

unermuedlich

indem er sich selbst zaehmt,

wird er gluecklich allein

allein im wald

 

 

 

hoelle

 

der geht zur hoelle,

der behauptet,

was nicht war,

genau wie der,

der etwas tut und dann

sagt: ' ich tat es nicht'

beide minderwertig handelnde menschen

werden sich da gleich:

nach dem tod, in der jenseitigen welt

 

mit einer ockerfarbenen robe um den hals gebunden

erscheinen viele mit schlechten eigenschaften

 unbeherrscht, schlecht

aufgrund ihrer schlechten taten wieder

in der hoelle

 

ihr taetet besser daran, eine eisenkugel

 gluehend, brennend

zu essen, als dass ihr, haltlos &

unbeherrscht,

die almosen des landes esst

 

vier dinge ereilen den achtlosen mann,

der sich zur frau eines anderen legt:

eine fuelle von schuld;

ein mangel an wohltuendem schlaf;

drittens, missbilligung,

viertens, die hoelle

 

eine fuelle von schuld, eine schlechte bestimmung

& ein kurzes glueck eines

angsterfuellten mannes mit einer

angsterfuellten frau,

& der koenig erlegt eine harte strafe auf

somit

sollte sich kein mann

zur frau eines anderen legen

 

wie messerscharfes gras,

wenn man es falsch anlangt,

die hand verletzt, die es haelt

so zieht einen das meditative leben,

wenn man es falsch anpackt,

in die hoelle hinab

 

eine lose handlung

oder verletzte regel

oder ein betruegerisches keusches leben

traegt keine grosse frucht

 

wenn etwas getan werden muss,

arbeitet entschlossen daran,

denn ein nachlaessiges vorgehen

wirbelt nur viel staub auf

 

es ist besser eine untat

ungetan zu lassen

eine untat verbrennt euch spaeter

besser ist es, eine gute tat zu tun,

die euch, nachdem ihr sie getan habt,

nicht in brand setzt

 

wie eine grenzburg,

die innen & aussen bewacht wird,

so bewache dich selbst

lass den augenblick nicht verstreichen

jene, fuer die der augenblick verstrichen ist,

graemen sich, wenn sie fuer die hoelle bestimmt sind

 

beschaemt ueber das, was nicht schaendlich ist,

nicht beschaemt ueber das, was es ist,

schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen,

auf eine schlechte bestimmung zu

 

gefahr sehend, wo keine ist

und keine gefahr, wo eine ist,

schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen,

auf eine schlechte bestimmung zu

 

in einbildung eines irrtums, wo keiner ist

& keines irrtums, wo einer ist,

schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen,

auf eine schlechte bestimmung zu

 

aber in kenntnis des irrtums als irrtum

und des nicht irrtums als nicht irrtum

schreiten wesen, die richtige vorstellungen uebernehmen,

auf eine gute

bestimmung zu

 

elefanten

 

ich werde wie ein elefant in der schlacht

einen pfeil, der von einem bogen abgeschossen wurde, ertraegt

eine falsche anschuldigung ertragen,

denn die breite masse

hat keine grundsaetze

 

den gezaehmten

nehmen sie zu versammlungen mit

den gezaehmten

besteigt der koenig

der gezaehmte,

der eine falsche anschuldigung ertraegt

ist, unter menschen,

der beste

 

 

hervorragend sind gezaehmte maultiere,

gezaehmte vollblute

gezaehmte pferde aus sindh

hervorragend, die gezaehmten, grossen elefanten

mit den starken stosszaehnen

noch hervorragender sind aber

jene, die sich selbst gezaehmt haben

 

denn mit diesen reittieren koennte man sich nicht

in das unerreichte land begeben,

wie der gezaehmte es tut,

indem er sich selbst zaehmt, gut zaehmt

 

der elefant, dhanapalaka,

ist mitten in der brunst schwer zu kontrollieren

angebunden, will er kein bisschen fressen:

der elefant vermisst

den elefantenwald

 

wenn er, traege & ueberfressen,

den mueden kopf hin und her rollt

wie ein fettes, gemaestetes schwein:

so tritt ein schwachkopf

wieder &

immer wieder

in den mutterleib ein

 

zuvor wanderte mein geist

wie es ihm gefiel,

wohin er wollte,

auf welchem weg ihm recht war

heute werde ich ihn geschickt unter kontrolle halten

wie jemand mit einem haken einen bruenstigen elefanten

 

erfreut euch der achtsamkeit

wacht ueber euren eigenen geist

erhebt euch

aus dem ungangbaren pfad,

gleich einem elefanten, der im schlamm steckt

 

wenn ihr einen geistig reifen gefaehrten findet

einen erleuchteten mitreisenden, der rechtschaffen lebt

ueberwindet alle gefahren und

geht mit ihm, dankbar,

geistesgegenwaertig

 

wenn ihr keinen geistig reifen gefaehrten findet

einen reisegefaehrten, rechtschaffen, erleuchtet

geht alleine

wie ein koenig, der sein koenigreich,

wie der elefant in der matanga wildnis,

der seine herde aufgibt

 

alleine zu gehen ist besser,

mit einem narren gibt es keine gemeinschaft

geht alleine

und tut nichts schlechtes, friedlich,

wie der elefant in der matanga wildnis

 

ein segen: freunde, wenn man sie braucht

ein segen: zufriedenheit mit dem, was gerade ist

innerer reichtum beim beenden des lebens ist ein segen

ein segen: das aufgeben von allem leid

& stress

ein segen in der welt: ehrfurcht fuer eure mutter

ein segen: ehrfurcht auch fuer euren vater

ein segen in der welt: ehrfurcht fuer einen praktizierenden

ein segen: ehrfurcht auch fuer einen brahmanen

ein segen im alter ist tugend

ein segen: eine gefestigte ueberzeugung

ein segen: die erlangte erkenntnis

das nicht tun von schlechtem ist

ein segen

 

begierde

 

wenn ein mensch achtlos lebt,

waechst seine begierde wie eine kriechpflanze

er rennt jetzt hierhin

& dann dorthin,

als ob er fruechte suchte:

ein affe im wald

 

wenn jemand von der klebrigen, plumpen begierde

in der welt ueberwaeltigt wird,

wachsen seine sorgen wie wildes gras

nach dem regen

 

wenn diese plumpe begierde, der schwer zu entkommen ist,

von jemandem in der welt ueberwaeltigt wird,

perlen die sorgen an ihm ab,

wie wassertropfen an

einem lotus

 

euch allen, die ihr hier versammelt seid,

sage ich: viel glueck

grabt die begierde

 wie das wilde gras beim heilwurzel suchen

mit der wurzel aus

lasst euch nicht von mara beugen

 wie ein schilfrohr von einem reissenden fluss

immer und immer wieder

 

wenn seine wurzel

unbeschaedigt & stark bleibt,

wird ein baum, auch wenn er gefaellt wurde,

wieder nachwachsen

in der gleichen weise kehrt,

wenn unterschwellige begierde

nicht mit der wurzel entfernt wird,

dieses leiden

wieder

&

wieder zurueck

 

jemand, dessen stroeme,

die auf das anziehende zufliessen, stark sind:

die stroemungen entschluesse, die auf leidenschaft gruenden

tragen ihn, jemanden mit minderwertigen ansichten, hinfort

 

sie fliessen ueberall hin, die stroeme,

aber die sich verzweigende schlingpflanze

bleibt an ihrem platz

wenn ihr nun seht, dass die schlingpflanze entsprossen ist,

schneidet ihr durch erkenntnis

die wurzel ab

 

gelockert & geoelt

sind die freuden eines menschen

leute, die von verlockungen gefesselt

nach wohlergehen suchen:

sie sind auf dem weg zu geburt & altern

 

von begierde umringt

huepfen die menschen im kreis herum

wie ein hase, der in eine schlinge geraten ist

mit fesseln & banden gebunden

gelangen sie dann zu leid,

wieder & wieder, lange zeit

 

von begierde umringt

huepfen die menschen im kreis herum

wie ein hase, der in eine schlinge geraten ist

so sollte ein moench

fuer sich

begierde aufloesen

begierdelosigkeit anstreben

 

befreit vom unterholz,

aber besessen vom wald,

rennt er direkt in den wald zurueck,

nachdem er den wald losgeworden ist

kommt, schaut euch den menschen an, der befreit war

und geradewegs zurueck in die gleichen alten ketten rennt

 

das sind keine starken fesseln,

 so sagen die erleuchteten

die aus eisen, holz oder gras

hingerissen, bezaubert sein

von juwelen & schmuck,

das verlangen nach kindern & frauen:

das sind starke fesseln

 so sagen die erleuchteten

welche die einzwaengen,

elastisch sind

und schwer zu loesen

aber nachdem sie sie durchtrennt haben,

gehen sie die erleuchteten hinaus,

frei von verlangen, sinnliches wohlbehagen

hinter sich lassend

 

jene, die von leidenschaft gepackt sind,

fallen zurueck

in einen selbst geschaffenen strom,

wie eine spinne, die sich in ihrem netz verfangen hat

aber nachdem sie sie abgeschnitten haben,

machen sich die erleuchteten auf den weg,

frei von verlangen, alles leid & allen stress

hinter sich lassend

 

wenn ihr ueber das werden hinaus gegangen seid,

lasst ihr vorne los

hinten los,

dazwischen los

mit einem herz, das ueberall loslaesst,

geratet ihr nicht wieder in geburt

& altern

 

bei einem menschen,

der von seinem denken weiter getrieben wird,

in seiner leidenschaft heftig ist,

sich auf das schoene konzentriert,

waechst die begierde um so mehr

er ist jemand,

der die fesseln enger macht

aber jemand, der freude hat

am beruhigen der gedanken,

immer achtsam,

die konzentration auf das ekelerregende

pflegt:

er wird

ein ende machen,

er wird maras fesseln durchschneiden

 

er hat die vollendung erreicht,

furchtlos, unbefleckt, frei

von begierde und hat

die pfeile des werdens weg geschnitten

diese koerperliche anhaeufung ist seine letzte

frei von begierde,

ohne ergreifen,

scharfsinnig im ausdruck,

die kombination der laute kennend

welcher vorher & welcher nachher kommt

er wird als ein

letzter koerper,

grosser mensch

mit grosser einsicht bezeichnet

 

allbezwingend,

allwissend bin ich,

in bezug auf alle dinge,

nicht anhaftend

alles-aufgebend,

freigesetzt in das aufhoeren der begierde:

ich habe alles selber erkannt,

wen soll ich als meinen lehrer bezeichnen?

 

ein dhamma geschenk schlaegt alle geschenke;

der geschmack des dhamma alle geschmaecker;

ein vergnuegen am dhamma alle vergnuegen;

das aufhoeren der begierde alles leid

& stress

 

reichtum ruiniert

den erkenntnis schwachen,

aber nicht jene, die

das jenseitige suchen

indem er reichtum begehrt

ruiniert der erkenntnis schwache

sich

ebenso wie andere

 

felder werden durch unkraut verdorben;

menschen durch leidenschaft

deswegen traegt das, was man

denen gibt, die frei von leidenschaft sind,

eine grosse ernte

 

felder werden durch unkraut verdorben;

menschen durch abneigung

deswegen traegt das, was man

denen gibt, die frei von abneigung sind,

eine grosse ernte

 

felder werden durch unkraut verdorben;

menschen durch taeuschung

deswegen traegt das, was man

denen gibt, die frei von taeuschung sind,

eine grosse ernte

 

felder werden durch unkraut verdorben;

menschen durch verlangen

deswegen traegt das, was man

denen gibt, die frei von verlangen sind,

eine grosse ernte

 

moenche

 

kontrolle ueber das auge ist gut,

gut ist kontrolle ueber das ohr

kontrolle ueber die nase ist gut,

gut ist kontrolle ueber die zunge

kontrolle ueber den koerper ist gut,

gut ist kontrolle ueber die sprache

kontrolle ueber das herz ist gut,

gut ist kontrolle in allen bereichen

ein moench, der sich in allen bereichen unter kontrolle hat,

ist von allem leid & stress befreit

 

die haende unter kontrolle,

fuesse unter kontrolle,

sprache unter kontrolle,

im hoechsten masse unter kontrolle

sich an dem erfreuend, was innen ist,

zufrieden, gesammelt, alleine:

ihn bezeichnet man

als moench

 

ein moench, der seine aeusserungen unter kontrolle hat,

ruhig rat gibt,

lehre & bedeutung verkuendet:

was er sagt, ist wohlklingend

 

dhamma ist sein aufenthalt,

dhamma seine freude,

ein moench, der ueber den dhamma nachdenkt,

sich den dhamma ins gedaechtnis ruft,

faellt nicht ab

vom wahren dhamma

 

gaben:

behandle die eigenen nicht mit geringschaetzung,

mache dich nicht auf, die der anderen zu begehren

ein moench, der die der anderen begehrt

erlangt

keine sammlung

 

sogar wenn er so gut wie nichts bekommt,

behandelt er seine gaben nicht mit verachtung

unermuedlich fuehrt er ein reines leben:

er ist es,

den die devas loben

 

fuer jemanden, fuer den es

so etwas wie mein

in name & form

in jeglicher hinsicht

nicht gibt

& der nicht um das betruebt ist

was nicht ist:

der wird zurecht

ein moench genannt

 

ein moench mit vertrauen in die lehre des 'erwachten',

der in guete verweilt,

erlangt den guten zustand,

den friedvollen zustand:

das beruhigen-der-gestaltungen wohlergehen

 

moench, schoepf dieses boot aus

es wird dich leicht tragen, wenn es ausgeschoepft ist

nachdem du leidenschaft und abneigung durchschnitten hast,

gehst du von dort zur befreiung

 

schneide fuenf durch,

lass fuenf gehen

& entwickle vor allem fuenf

von einem moench,

der fuenf anhaftungen hinter sich gelassen hat

heisst es, dass er die flut ueberquert hat

 

praktiziere jhana, moench,

und sei nicht achtlos

lass deinen geist nicht

an sinnlichen gestaden umherstreifen

verschlucke nicht achtlos

die gluehende eisenkugel

verbrenne nicht & klage: ' das schmerzt'

 

es gibt kein jhana

fuer jemanden ohne einsicht,

keine einsicht

fuer jemanden ohne jhana

aber jemand mit jhana

& einsicht:

er ist an der schwelle

zur befreiung

 

ein moench mit ruhigem geist,

der in eine leere behausung geht

und den dhamma klar und richtig sieht:

seine freude ist mehr

als menschlich

 

wie auch immer

wie auch immer er

mit dem entstehen-&-vergehen der anhaeufungen

in beruehrung kommt:

er erlangt verzueckung & freude:

das ist, fuer jene, die es kennen,

frei von tod,

das 'todlose'

 

die ersten dinge

fuer einen einsichtigen moench

sind hier die sinne hueten

zufriedenheit,

disziplin in uebereinstimmung mit dem patimokkha

er sollte sich mit bewundernswerten freunden zusammentun

 

wer ein reines leben fuehrt, unermuedlich,

aus gewohnheit gastfreundlich und

gekonnt in seinem benehmen ist

und so vielfache freude erfaehrt,

der wird leid & stress

ein ende setzen

 

lasst leidenschaft

& abneigung fallen, moenche

wie ein jasmin

seine verwelkten blueten

 

wenn er koerperlich zur ruhe gekommen ist,

im reden zur ruhe gekommen ist,

voellig gesammelt & ruhig ist,

die koeder der welt ausgespien hat,

gilt ein moench als

vollkommen

zur ruhe gekommen

 

du selbst solltest dich tadeln,

solltest dich selbst pruefen

als moench, der sich selbst behuetet,

mit behuetetem selbst,

achtsam, lebst du in wohlbehagen

 

euer eigenes selbst ist

eure wichtigste stuetze

euer eigenes selbst ist

euer eigener fuehrer

deswegen solltet ihr

auf euch selbst aufpassen

wie ein haendler auf ein gutes pferd

 

ein moench mit vielfaeltiger freude,

mit vertrauen zu den lehren des erwachten,

wird den guten zustand erlangen,

den friedvollen zustand:

das beruhigen-der-gestaltungen wohlergehen

 

ein junger moench, welcher sich

in der lehre des 'erwachten' muehe gibt,

erhellt die welt

wie der mond, der hinter einer wolke hervortritt

 

brahmanen

 

du hast anstrengungen unternommen, brahmane,

schneide nun den strom ab

vertreibe sinnliche leidenschaften

wenn du das aufhoeren der gestaltungen kennst,

brahmane,

kennst du das 'ungeschaffene'

 

wenn der brahmane

in das jenseits von zwei sachen gelangt ist,

gehen all seine fesselungen

ihrem ende zu

er, der weiss

 

jemand dessen jenseits oder

nicht-jenseits oder

jenseits-&-nicht-jenseits

nicht zu finden ist;

ungebunden, sorgenfrei:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er sitzt ruhig, staublos,

in jhana vertieft,

seine aufgabe ist erfuellt, die ausfluesse sind verschwunden,

er hat das letzte ziel erreicht:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

am tag erstrahlt die sonne;

in der nacht der mond;

in der ruestung der krieger;

im jhana der brahmane

aber den ganzen tag & die ganze nacht,

jeden tag & jede nacht

erstrahlt der 'erwachte'

in heller pracht

 

er wird ein brahmane genannt,

weil er das schlechte in sich vertrieben hat,

ein praktizierender,

weil er im gleichklang lebt,

ein hinausgegangener,

weil er seine eigenen unreinheiten

aufgegeben hat

 

man soll einen brahmanen nicht schlagen,

noch sollte der brahmane

seinem aerger freien lauf lassen

schande dem moerder eines brahmanen

groessere schande dem brahmanen,

dessen aerger freier lauf gelassen wird

 

nichts ist fuer den brahmanen besser,

wie wenn der geist von dem,

was lieb ist & nicht, zurueckgehalten wird

in dem masse, wie sich seine schaedliche einstellung

verbraucht,

kommt stress

einfach zum erliegen

 

wer kein unrecht tut

mit koerper

sprache

herz

ist auf diese drei weisen kontrolliert:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

der mensch, von dem

du den dhamma lernst, den

der 'wahrhaft selbst erwachte' lehrte:

den sollst du achten und ehren

wie ein brahmane das opferfeuer

 

nicht durch langes haar,

sippe oder geburt

ist jemand ein brahmane

wer wahrheit

& rechtschaffenheit hat:

der ist ein reiner,

der ist ein brahmane

 

was nuetzt dein langes haar

du dummkopf?

was nuetzt dein umhang aus hirschfell?

das knaeuel ist in dir

du kaemmst das aeussere

 

jemand, der weggeworfene fetzen traegt

 mit ausgemergeltem & geaedertem koerper

in jhana versunken,

allein im wald:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

ich heisse niemanden einen brahmanen

dafuer, dass er von einer mutter geboren wurde

oder einem mutterleib entsprungen ist

er wird "bho-sager" genannt,

wenn er ueberhaupt etwas hat

jedoch jemand mit nichts,

der sich an kein ding haengt:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

nachdem er jede fessel durchschnitten hat,

wird er nicht unruhig

jenseits von anhaften,

ungebunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

wer gurt & riemen

leine & zaumzeug gekappt

und das querholz abgeschuettelt hat,

erwacht ist:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er haelt ohne sich zu aergern

beleidigungen, angriffe & gefangenschaft aus

seine armee ist staerke;

seine staerke geduld:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

frei von aerger,

verpflichtungen eingehalten,

hat grundsaetze, ohne anmassenden stolz,

ist geuebt, ein 'letzter koerper':

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

wie wasser auf einem lotusblatt

ein senfkorn auf der spitze eines pfriems,

haengt er nicht an sinnlichen vergnuegen:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er erkennt genau hier

fuer sich

selber

sein eigenes

beenden des stress

er ist ungebunden, seine last hat er abgelegt:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

weise, tiefgruendig

an einsicht, scharfsinnig

in bezug auf das, was der pfad ist

& was nicht;

sein letztes ziel hat er erreicht:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

unberuehrt

sowohl von haushaeltern

als auch von hauslosen,

lebt er ohne zuhause

mit nahezu keinen beduerfnissen:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er hat gewalt beiseite gelegt

gegen wesen, furchtsame oder starke,

und toetet nicht noch

stiftet er andere dazu an:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

nicht feindlich inmitten von feindseligkeit,

befreit unter den bewaffneten,

nicht festhaltend unter denen die festhalten:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

leidenschaft, abneigung,

duenkel & verachtung

sind von ihm abgefallen

wie ein senfkorn

von der spitze eines pfriems:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er sagt

was stressfrei,

lehrreich ist

wahr

und beschimpft niemanden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

hier auf der welt

nimmt er nichts, was nicht gegeben wurde

 lang, kurz

gross, klein,

anziehend oder nicht:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

sein sehnen nach dieser

& der naechsten welt

ist nicht zu finden;

frei von sehnen, ungebunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

seine anhaftungen,

seine zuhause

sind nicht zu finden

aufgrund von wissen

ist er nicht verunsichert

hat das eintauchen

in die 'unsterblichkeit' erlangt:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er hat hier

die anhaftung ueberschritten

an inneren reichtum & schaden

sorglos, staubfrei & rein:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

makellos, rein, wie der mond

 klar & ruhig

seine vergnuegen, seine wandlungen

voellig verschwunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er hat seinen weg ueber

diesen schwierigen pfad hinaus gemacht

 samsara, taeuschung

ist uebergesetzt,

ist jenseits gegangen,

ist frei von mangel

von unsicherheit,

versunken in jhana

durch kein-anhaften

befreit:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

wer hier sinnliche leidenschaften aufgibt

und sein zuhause verlaesst

seine sinnlichen leidenschaften, wandlungen

voellig verschwunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

wer hier begehren aufgibt

und sein zuhause verlaesst

seine begierden, wandlungen

voellig verschwunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

wer

die menschliche fessel

hinter sich gelassen und seinen weg ueber

das goettliche

hinaus gemacht hat,

von allen fesseln entbunden:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er hat gefallen & missfallen

hinter sich gelassen,

ist abgekuehlt, ohne bereicherungen

ein held, der

die ganze welt

jede welt erobert hat:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er kennt in jeglicher hinsicht

das verscheiden

und wieder-

entstehen der wesen;

ungebunden, erwacht,

dahingegangen:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

sie kennen seinen weg nicht

 die devas, gandhabbas & menschen

seine ausfluesse haben aufgehoert, er ist ein arhat:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er, der nichts hat

 vorne, hinten, dazwischen

den mit nichts,

der an nichts haengt:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

ein praechtiger bulle, eroberer,

held, grosser seher

frei von beduerfnissen,

erwacht, gewaschen:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

er kennt seine frueheren leben

er sieht himmel & leidvolle zustaende,

erlangte das aufhoeren von geburt,

ist ein weiser, der allwissenheit gemeistert hat,

seine meisterschaft voellig gemeistert hat:

ihn nenne ich

einen brahmanen

 

umfassende infos zum buddhismus:

 

www.dharma.de

 

 

basiswissen zum buddhismus

der buddhismus ist eine der grossen weltreligionen mit einer nunmehr zweieinhalb­tausendjaehrigen, ungebrochenen ueberlieferung

er wendet sich an alle suchenden menschen, unabhaengig von nationalitaet, sozialer herkunft oder geschlecht und weist wege aus leid und unvollkommenheit zu harmonie und glueck

 

 

 Buddhas Leben (tibetische Darstellung)

buddha

 

der buddha – sein name war siddhattha (skr. siddhartha) und sein familienname gotama (sanskrit: gautama) – lebte im 6. jahrhundert vor unserer zeitrechnung in nordindien

sein vater war herrscher des koenigreichs der sakyas (im heutigen nepal)

seine mutter war die koenigin maya

nach der sitte der zeit wurde der gotama siddhattha sehr jung, im alter von 16 jahren, mit der prinzessin yasodhara vermaehlt

der junge gotama lebte in seinem palast, und alles, was zum wohlleben gehoerte, stand ihm zur verfuegung

als er sich aber eines tages ganz ploetzlich der realitaet des lebens und dem leiden der menschheit gegenuebergestellt sah, entschloss er sich, nach der aufhebung des leidens zu suchen und den weg aus dem allgemeinen leid zu finden

mit 29 jahren, bald nach der geburt seines einzigen sohnes rahula, verliess er sein koenigreich und wurde, auf der suche nach dieser erloesung, ein asket

sechs jahre lang wanderte der asket gotama durch das tal des ganges, traf beruehmte religioese lehrer, studierte und folgte ihren systemen und methoden und unterwarf sich selbst strengen asketischen uebungen

da ihn all dies nicht befriedigte, gab er die ueberlieferten religionen und ihre methoden auf und ging seinen eigenen weg

in diesem bemuehen um erloesung erreichte gotama in seinem 35. lebensjahr die vollkommene erleuchtung (bodhi), nach der er als der buddha – der erleuchtete – bekannt wurde

und zwar geschah dies am ufer des neranjara-flusses bei gaya (nahe gaya im heutigen bihar) unter einem baum, der heute als bodhi-baum – baum der weisheit – verehrt wird

nach seiner erleuchtung hielt gotama, der buddha, im wildpark bei isipatana (dem heutigen sarnath) nahe benares vor einer gruppe von fuenf asketen, seinen frueheren gefaehrten, seine erste lehrrede

von jenem tage an hat er 45 jahre lang vor maennern und frauen aller volksschichten, vor koenigen und bauern, brahmanen und ausgestossenen, geldverleihern und bettlern, heiligen und raeubern gesprochen und gelehrt

die unterscheidungen der kasten­ordnungen oder die verschiedenheiten der sozialen gruppierungen erkannte er nicht an; der weg, den er lehrte, stand allen maennern und frauen offen, die bereit waren, ihn zu verstehen und zu gehen

im alter von 80 jahren verschied der buddha in kusinara (im heutigen indischen bundesstaat uttar pradesh)



 

kurzer abriss ueber die geschichte des buddhismus

 

die geschichtliche entwicklung des buddhismus kann (grosszuegig) in vier phasen unterteilt werden:

 

mitte des 6. bis mitte des 5. jahrhundert vor unserer zeitrechnung: phase des ur-buddhismus oder dhammayana, in der die lehre vom buddha verkuendet und von seinen schuelern weiter verbreitet wurde

ab mitte des 4. jahrhundert vor unserer zeitrechnung: phase der spaltung in verschiedene schulen aufgrund von unterschiedlichen auslegungen der lehre (siehe auch schulen)

ab dem 1. jahrhundert: aufkommen des mahayana mit den zwei grossen stroemungen des madhyamika und yogacara

nach dem 7. jahrhundert: entstehung des buddhistischen tantrismus (siehe auch tibetischer buddhismus und vajrayana)

 

 

ab ca. dem 3. jahrhundert kommt es zur verbreitung des buddhismus in gebieten ausserhalb indiens, wo er sich jeweils den lokalen gegebenheiten anpasst

 



 
Naga Buddha

buddhistische lehre

 

die buddhistische lehre weist wege aus leid und unvoll­kommenheit zu harmonie und glueck. die »vier edlen wahr­heiten« (siehe unten) bilden ihren kern

die wesentlichen merkmale und uebungen dieses spirituellen weges sind ethisches verhalten, meditation und tiefe einsicht

dabei stellt die lehre des buddha den menschen immer in seine eigene verantwortung

sie zeichnet sich zudem durch toleranz und dialog­bereitschaft, dogmenfreiheit und gewaltlosigkeit aus. einen anspruch auf alleingueltige wahrheiten erhebt sie nicht


 

die vier edlen wahrheiten:

 

der kern der lehre des buddha sind die vier edlen wahrheiten, die er in seiner allerersten rede in isipatana (dem heutigen sarnath) bei benares vor seinen ehemaligen gefaehrten, den fuenf asketen, erlaeuterte

 

die vier edlen wahrheiten sind:

 

wahrheit vom leiden: das leben im daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. dies ist zu durchschauen. (dukkha sacca)

wahrheit von der ursache des leidens: die ursachen des leidens sind gier, hass und verblendung. sie sind zu ueberwinden (samudaya sacca)

wahrheit von der aufhebung des leidens: erloeschen die ursachen, erlischt das leiden. dies ist zu verwirklichen. (nirodha sacca)

wahrheit von dem weg zur aufhebung des leidens: zum erloeschen des leidens fuehrt

 

ein weg, der edle achtfache pfad. er ist zu gehen (magga sacca)

 

die vier edlen wahrheiten koennen auch als der kuerzeste ausdruck der gesamten lehre des buddha und als der gemeinsame nenner aller buddhistischen richtungen bzw. schulen genommen werden

 

die erste wahrheit besagt, dass alle weltlichen daseinsformen ungenuegend sind, uns niemals vollstaendig befriedigen koennen und damit leidhaft sind

sie stellt die diagnose unseres daseins dar

 

die zweite wahrheit beinhaltet die ursachenanalyse

die ursache des leidens ist in unserem eigenen geist zu finden: dem begehren

 

die dritte wahrheit lehrt, dass es durch erloeschung des begehrens notwendigerweise zur erloeschung des leidens kommen muss

 

die vierte wahrheit beschreibt den praktischen weg, der zur leidensueberwindung fuehrt

dieser weg wird als achtfacher pfad beschrieben (siehe unten).


 

der achtfache pfad:

 

praktisch hat die ganze lehre des buddha, der er sich 45 jahre gewidmet hat, in irgendeiner weise mit dem achtfachen pfad zu tun

er stellt eine praktische wegweisung zur vollstaendigen leidensaufhebung – dem nirvana – dar, wenn alle nachfolgenden acht elemente erfolgreich von einem selbst gemeistert werden:

 

rechte ansicht (samma ditthi)

rechtes denken (samma sankappo)

rechte rede (samma vaca)

rechte handlung (samma kammanto)

rechter lebenserwerb (samma ajivo)

rechte anstr