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buddha
dhammapad |
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paare
die erscheinungen werden vom herz angefuehrt, vom herz beherrscht, vom herz hervorgebracht wenn ihr mit verdorbenem herzen sprecht oder handelt, folgt euch leid wie das rad des wagens der spur des ochsen, der ihn zieht
die erscheinungen werden vom herz angefuehrt vom herz beherrscht, vom herz hervorgebracht wenn ihr mit ruhigem, klarem herzen sprecht oder handelt, folgt euch glueck, wie ein schatten, der nie weicht
'er beschimpfte mich, schlug mich, besiegte mich, beraubte mich' jenen, die darueber gruebeln, kommt ihre feindseligkeit nicht zum erliegen
'er beschimpfte mich, schlug mich, besiegte mich, beraubte mich' jenen, die nicht darueber gruebeln, kommt ihre feindseligkeit zum erliegen
feindseligkeiten kommen nicht durch feindseligkeiten zum erliegen, egal was passiert feindseligkeiten kommen durch nicht feindseligkeit zum erliegen: dies - eine nie endende wahrheit
nicht so wie jene, die nicht erkennen, dass wir hier am rande des todes sind - die, die es erkennen: ihre streitigkeiten sind zum erliegen gekommen
jemand, der sich immer auf das schoene konzentriert, der seine sinne nicht unter kontrolle hat, der beim essen kein mass kennt, gleichgueltig und schlaff ist: ihn ueberwaeltigt mara wie der wind einen schwachen baum
jemand, der sich immer auf das abstossende konzentriert, seine sinne unter kontrolle hat, beim essen mass haelt, voller ueberzeugung & tatkraft ist: ihn ueberwaeltigt mara nicht, wie der wind keinen felsberg
derjenige, der verdorben, bar jeglicher wahrheitsliebe & selbstkontrolle, die ockergelbe robe anzieht, verdient die ockergelbe robe nicht
aber der, welcher frei von verderbtheit voller wahrheitsliebe & selbstkontrolle, fest verankert ist in den geluebden, verdient die ockergelbe robe wirklich
diejenigen, die unwesentliches fuer wesentlich und wesentliches fuer unwesentlich halten, gelangen nicht zum wesentlichen und befinden sich im reich falscher vorsaetze
die aber, welche wesentliches fuer wesentlich und unwesentliches fuer unwesentlich halten, gelangen zum wesentlichen und befinden sich im reich richtiger vorsaetze
wie regen in eine schlecht gedeckte huette dringt, so leidenschaft in den ungeuebten geist
wie regen nicht in eine gut gedeckte huette dringt, so leidenschaft nicht in den geuebten geist
hier graemt er sich er graemt sich danach in beiden welten graemt sich der uebeltaeter er graemt sich, er ist bekuemmert, wenn er das schlechte seiner taten sieht
hier freut er sich er freut sich danach in beiden welten freut sich der inneren reichtum* schaffende er freut sich, ist gluecklich, wenn er das makellose seiner taten sieht
hier quaelt er sich er quaelt sich danach in beiden welten quaelt sich der uebeltaeter er quaelt sich mit dem gedanken: ' ich habe falsch gehandelt' nachdem er zu einem schlechten ziel gelangt ist, wird er noch mehr gequaelt
hier ist er gluecklich er ist danach gluecklich in beiden welten ist der inneren reichtum schaffende gluecklich er ist gluecklich bei dem gedanken: 'ich habe inneren reichtum geschaffen' nachdem er zu einem guten ziel gelangt ist, ist sein glueck noch groesser
wenn jemand viele belehrungen aufsagt, jedoch - als unachtsamer mensch - nicht nach ihnen handelt, wie ein viehhirte, der das vieh anderer zaehlt, nimmt er nicht am kontemplativen leben teil
wenn jemand fast nie etwas aufsagt, aber dem dhamma folgt in uebereinstimmung mit dem dhamma; leidenschaft, abneigung, taeuschung aufgibt; wach ist, mit freiem geist, nicht anhaftet weder hier noch danach, nimmt er am kontemplativen leben teil
achtsamkeit
achtsamkeit: der pfad zur todlosigkeit unachtsamkeit: der todespfad die achtsamen sterben nicht die achtlosen sind eigentlich schon tot
indem sie dies als echten unterschied erkannt haben, erfreuen sich jene weisen an achtsamkeit der achtsamkeit und geniessen das reich der edlen
die erleuchteten, unaufhoerlich in jhana vertieft, beharrlich, standhaft in ihrem bemuehen: sie erreichen befreiung, die unuebertroffene ruhe vom joch
jene mit antrieb, geistesgegenwaertig, rein im handeln, umsichtig - in ihren handlungen achtsam, beherrscht, den dhamma lebend: ihr ruhm waechst
durch inneren antrieb, achtsamkeit, beherrschung & selbstkontrolle schafft der weise eine insel, die keine flut ueberkommen kann
sie sind der unachtsamkeit verfallen stumpfsinnige, narren waehrend jemand, der weise ist, die achtsamkeit pflegt als sein hoechstes gut
gib der unachtsamkeit keinen raum oder der hingabe an sinnesfreuden denn der achtsame mensch, in jhana vertieft, erhaelt reichlich wohlergehen
wenn der weise unachtsamkeit mit achtsamkeit vertreibt, nachdem er den hohen turm der einsicht erklommen hat, frei von leid, beobachtet er die leidende menge wie der erleuchtete mensch, der einen gipfel bestiegen hat, die narren auf dem grund unten
achtsam unter den unachtsamen, wach unter den schlafenden wie ein schnelles pferd voran eilt, die schwachen hinter sich lassend: so auch der weise
durch achtsamkeit gewann indra die herrschaft ueber die goetter achtsamkeit wird gelobt, achtlosigkeit verurteilt immer
der moench, der sich der achtsamkeit erfreut und achtlosigkeit gefaehrlich findet, eilt wie ein feuer voran, grosse & kleine fesseln verbrennend
der moench, der sich der achtsamkeit erfreut und achtlosigkeit gefaehrlich findet, der nicht mehr zurueckfallen kann steht an der schwelle zur befreiung
der geist
unstet, schwankend, schwer zu hueten und in zaum zu halten: der geist der weise glaettet ihn wie ein pfeilmacher den schaft eines pfeils
wie ein fisch, der aus seinem revier im wasser gezogen & auf die erde geworfen wurde: der geist zappelt hin und her um maras regiment zu entkommen
schwer unter kontrolle zu halten, wechselhaft, laesst sich nieder, wo er will: der geist gut ist es, ihn zu zaehmen ein gezaehmter geist bringt wohlergehen
so schwer zu sehen, so ueberaus fein, laesst sich nieder, wo er will: der geist der weise sollte auf ihn achten ein behueteter geist bringt wohlergehen
weit umherschweifend - allein, koerperlos, in einer hoehle liegend: der geist die ihn in zaum halten: sie werden befreit von den fesseln maras
in einem menschen mit unstetem geist, der den wahren dhamma nicht kennt, der heitere ruhe in den wind geschlagen hat: kommt erkenntnis nicht zur vollendung
fuer jemanden mit nicht aufgeweichtem geist, unangefochtenem gewahrsein, der inneren reichtum & schaden aufgibt, wach ist, gibt es keine gefahr keine furcht
wisst, dass dieser koerper wie ein tonkrug ist, sichert diesen geist wie eine festung, und greift mara mit dem speer der einsicht an huetet dann, was ihr erlangt habt, ohne euch dort festzusetzen
nur zu bald wird dieser koerper auf der erde liegen beiseite geworfen, des bewusstseins beraubt, wie ein unnuetzes holzscheit
was auch immer ein feind dem feind oder ein widersacher dem widersacher antun mag, der fehlgeleitete geist vermag euch sogar noch schlimmeres anzutun
was auch immer mutter, vater oder ein anderer verwandter fuer euch tun koennen, der wohlgeleitete geist vermag es sogar noch besser
blueten
wer wird diese welt & dieses reich des todes mit all seinen goettern durchdringen? wer wird den gelehrten dhammaspruch aufspueren, wie der geschickte blumenbinder die blume?
der 'lernende auf dem pfad' wird diese welt durchdringen & dieses reich des todes mit all seinen goettern der 'lernende auf dem pfad' wird den gelehrten dhamma spruch aufspueren, wie der geschickte blumenbinder die blume
indem du weisst, dass dieser koerper gleich schaum ist, sein wesen erkennst ein trugbild und die blueten von mara ausschneidest, gehst du, wohin der herr des todes nicht sehen kann
der mensch, versunken ins bluetenpfluecken, mit erregtem herzen: der tod rafft ihn hinweg wie eine grosse flut ein schlafendes dorf
der mensch, versunken ins bluetenpfluecken, mit erregtem herzen, unersaettlich in seinem sinnlichen vergnuegen: der beender hat ihn in seiner gewalt
wie eine biene die ohne die bluete ihre farbe ihren geruch zu beschaedigen ihren nektar nimmt & davonfliegt: so sollte der weise durch ein dorf gehen
achte nicht auf die grobheiten anderer, nicht auf das, was sie getan oder zu tun unterlassen haben, sondern auf das, was du getan & zu tun unterlassen hast
wie eine bluete mit leuchtenden farben aber ohne geruch: ein treffend gesprochenes wort kommt nicht zum tragen wenn es nicht befolgt wird
wie eine bluete mit leuchtenden farben voller wohlgeruch: ein treffend gesprochenes wort kommt zum tragen, wenn es befolgt wird
wie aus einem haufen blumen viele girlanden angefertigt werden koennen, genauso sollte jemand, der geboren wurde & sterblich ist mit dem, was geboren wurde & sterblich ist viel gekonntes tun
der dufthauch keiner blume verbreitet sich gegen den wind nicht sandelholz jasmin tagara der hauch des guten dagegen, der verbreitet sich gegen den wind der redliche weht einen hauch in alle richtungen
sandelholz, tagara, lotus & jasmin: unter diesen dueften ist der hauch der tugend der beste
fast nichts, dieser wohlgeruch sandelholz, tagara waehrend der hauch des tugendhaften zu den goettern weht alles ueberragend
jene, die ihre tugend vervollkommnet haben, die in achtsamkeit verweilen, die durch rechtes wissen befreit sind: mara kann ihren spuren nicht folgen
wie in einem abfallhaufen, der in den strassengraben geworfen wurde, ein lotus wachsen koennte, von reinem geruch, das herz erfreuend, so glaenzt inmitten der abfall gleichen, den gewoehnlichen & blinden leuten, der schueler des wahrhaft selbsterwachten mit erkenntnis
narren
lang ist fuer den schlaflosen die nacht lang ist fuer den erschoepften eine meile fuer narren, in unkenntnis des wahren dhamma ist samsara* lang
wenn du auf deinem weg keinen ebenbuertigen, keinen besseren triffst, setze deinen weg fort, entschlossen, allein mit narren gibt es keine gemeinsamkeit
"ich habe soehne, ich habe besitz" der narr quaelt sich ab wenn nicht einmal er selber sich gehoert, wie dann soehne? wie reichtum?
ein narr, der spuert, dass er ein narr ist, ist zumindest was das betrifft weise ein narr jedoch, der sich fuer weise haelt, wird zu recht ein narr genannt
wenn der narr sogar sein ganzes leben mit dem weisen verbringt, nimmt er nichts vom dhamma wahr wie der loeffel nichts vom geschmack der suppe
wenn der einsichtige nur einen augenblick mit dem weisen verbringt, nimmt er den dhamma sofort wahr wie die zunge den geschmack der suppe
narren mit geringer weisheit sind ihre eigenen feinde, waehrend sie durchs leben schreiten und schlechtes tun, was bittere fruechte traegt
es ist nicht gut, die tat zu begehen, die ihr, wenn ihr sie begangen habt, bereut, deren frucht ihr weinend erntet, mit traenenueberstroemtem gesicht
es ist gut, die tat zu begehen, die ihr, wenn ihr sie begangen habt, nicht bereut, deren frucht ihr dankbar erntet, mit gluecklichem herzen
solange schlechtes noch reifen muss, haelt der narr es irrtuemlich fuer honig aber wenn dieses schlechte reif wird, verfaellt der narr dem leid
monat um monat mag der narr nur eine grasspitze voll nahrung essen, er waere dennoch nicht den sechzehnten teil derer wert,die den dhamma ergruendet haben
eine schlechte tat, die begangen wurde, kommt nicht wie fertige milch gleich zum vorschein sie folgt dem narren, schwelend wie feuer das unter der asche verborgen ist
nur zu seinem verderben wird dem narren ruhm zuteil ruhm pluendert sein strahlendes glueck & sprengt ihm den kopf
er will dann einen unverdienten rang, eine vorzugsstellung unter den moenchen, einfluss innerhalb der kloester, ehrerbietung von laienfamilien
"haushaelter sowie jene auf dem weg sollen denken, dass ich allein all dies getan habe moege nur ich festlegen, was pflicht ist und was nicht": der entschluss eines narren, waehrend sie wachsen - seine begierde & sein stolz
der weg zu materiellem gewinn geht in die eine richtung, der weg zur befreiung in die andere da er dies erkennt, sollte der moench, ein schueler des erwachten, keinen geschmack finden an gaben, sondern sich ueben in abgeschiedenheit
der weise
betrachtet ihn als jemanden, der schaetze zeigt, den weisen, der, wenn er eure fehler sieht, euch zurechtweist bleibt bei solchen weisen fuer jemanden, der bei einem solchen weisen bleibt, wird alles besser, nicht schlechter
lasst ihn euch ermahnen, belehren, wegfuehren von schlechten umgangsformen er ermuntert zum guten, nicht zum schlechten
lasst euch nicht mit schlechten freunden ein lasst euch nicht mit niedertraechtigen ein lasst euch mit bewundernswerten freunden ein lasst euch mit den besten ein
wenn man den dhamma trinkt, vom dhamma erfrischt ist, schlaeft man friedlich, mit klarem bewusstsein & ruhig am dhamma, der von den erhabenen dargelegt wird, erfreut sich immer der weise
bewaesserungsbauer lenken das wasser pfeilmacher glaetten den schaft des pfeils zimmerleute hobeln das holz die weisen beherrschen sich selbst
wie eine einzelne felsplatte sich nicht im geringsten im wind ruehrt, so werden die weisen nicht bewegt von lob von tadel
wie ein tiefer see, klar, unbewegt & ruhig: so werden die weisen klar, ruhig, wenn sie die worte des dhamma hoeren
ueberall, wirklich, halten sich die redlichen abseits sie, die guten, plappern nicht in hoffnung auf gunst oder gewinn wenn sie einmal von freude einmal von leid getroffen werden, zeigen die weisen weder hochstimmung noch niedergeschlagenheit
jemand dem nicht weder fuer sich noch fuer andere nach reichtum, einem sohn, einem koenigreich, persoenlicher erfuellung durch unredliche mittel verlangt: so jemand ist redlich, reich an tugend, erkenntnis
wenige gibt es, die das andere ufer erreichen die anderen hetzen einfach an diesem ufer entlang jene aber, die dhamma praktizieren, in uebereinstimmung mit dem vorzueglich gelehrten dhamma werden das reich des todes ueberschreiten, das so schwer zu ueberschreiten ist
der weise sollte dunkle gepflogenheiten aufgeben und lichte entwickeln, nachdem er aus der heimat in die heimatlosigkeit, die abgeschiedenheit gegangen ist, an der man nur schwer gefallen findet dort sollte er sich nach freude sehnen, indem er begierde aufgibt er, der nichts hat er sollte sich reinigen weise von dem, was den geist verunreinigt
diejenigen, deren geist voll entwickelt ist in den bestandteilen des selbst erwachens, die sich an nicht anhaften erfreuen, indem sie ergreifen aufgeben strahlend, ihre 'ausfluesse' zu ende gebracht: sie sind, in der welt, befreit
arhats
bei dem, der den ganzen weg gegangen ist, frei von leid ist, voellig befreit ist in jeglicher hinsicht, alle fesseln abgeworfen hat: wird kein fieber gefunden
die geistesgegenwaertigen bleiben taetig, erfreuen sich nicht an der rueckkehr sie geben jedes zuhause auf, jedes zuhause, wie schwaene, die von einem see abheben
sie horten nicht, sie haben verstanden, was nahrung ist, ihre weide - leerheit & freiheit ohne zeichen ihre spur, wie die der voegel durch die luft, kann nicht verfolgt
'ausfluesse' zu ende gebracht, unabhaengig von nahrung, ihre weide - leerheit & freiheit ohne zeichen: ihre spur, wie die der voegel durch die luft, kann nicht verfolgt werden
er, dessen sinne gezuegelt sind wie pferde, die der wagenlenker gut trainiert hat, dessen hochmut aufgegeben ist, frei von 'ausfluss', so: ihn verehren sogar die goetter
wie erde reagiert er nicht kultiviert, so, wie indras pfeiler, wie ein see ohne schlamm fuer ihn so gibt es kein weiterreisen
ruhig ist sein geist, ruhig seine rede & seine tat: jemand, der durch rechtes wissen befreit ist, befriedet, so
der mensch ohne vertrauen / jenseits von anschauungen undankbar / das ungeschaffene kennend ein einbrecher / der beziehungen abgeschnitten hat seine moeglichkeiten / abhaengigkeiten hat er zerstoert der erbrochenes isst: / erwartungen ausgespien hat der hervorragendste mensch
in doerfern, der wildnis, taelern oder ebenen: der ort ist schoen, wo arhats weilen
schoene wildnis, wo es die masse nicht schoen findet, finden es die, die frei von begierde sind schoen, da sie nicht nach sinnesvergnuegungen suchen
tausende
besser wie wenn es tausende bedeutungsloser woerter gaebe ist ein bedeutungsvolles wort das frieden bringt, wenn man es hoert
besser wie wenn es tausende bedeutungsloser verse gaebe ist ein bedeutungsvoller vers der frieden bringt, wenn man ihn hoert
und besser wie wenn man hunderte bedeutungsloser verse singen wuerde ist ein dhamma-spruch der frieden bringt, wenn man ihn hoert
ein groesserer krieger als der,welcher tausendmal tausend maenner besiegt, ist der, welcher nur einen sich selber besiegt
besser sich selber besiegen als andere wenn ihr geuebt seid und in staendiger selbstbeherrschung lebt, koennte weder ein deva noch gandhabba, noch ein mara gemeinsam mit brahmas, diesen sieg wieder in eine niederlage verkehren
monat um monat koenntet ihr um den preis von tausenden, hundertmal opferungen begehen, oder einen einzigen augenblick einem, der sich vervollkommnet hat, ehre erweisen besser als hundert jahre der opferungen waere dieser akt der ehrerbietung
hundert jahre lang koenntet ihr, in einem wald leben und ein feuer unterhalten, oder einen einzigen augenblick einem der sich vervollkommnet hat, ehre erweisen besser als hundert jahre der opferungen waere dieser akt der ehrerbietung
alles, was auf dieser welt ein ganzes jahr lang von jemandem, der inneren reichtum sucht, dargebracht oder geopfert wird bringt nicht ein viertel besser ist es, denen achtung zu erweisen, die den rechten weg gegangen sind
wenn ihr aus gewohnheit ehrerbietig seid und fortwaehrend die ehrwuerdigen hochachtet, vermehren sich vier dinge: langes leben, schoenheit, glueck, staerke
besser als hundert jahre verbracht ohne tugend, unkonzentriert, ist ein tag von einem tugendhaften verbracht in der versenkung in jhana
und besser als hundert jahre verbracht ohne einsicht, unkonzentriert, ist ein tag von einem einsichtigen verbracht in der versenkung in jhana
und besser als hundert jahre verbracht in gleichgueltigkeit & tatenlosigkeit ist ein tag verbracht mit tatkraft & entschlossenheit
und besser als hundert jahre verbracht ohne entstehen & vergehen zu sehen ist ein tag verbracht damit, entstehen & vergehen zu sehen
und besser als hundert jahre vebracht ohne die 'todlosigkeit' zu sehen ist ein tag verbracht damit, die 'todlosigkeit' zu sehen
und besser als hundert jahre verbracht ohne den letztendlichen dhamma zu sehen ist ein tag verbracht damit, den letztendlichen dhamma zu sehen
das schlechte
seid schnell darin, bewundernswertes zu tun verschliesst euren geist dem schlechten wenn ihr langsam darin seid, inneren reichtum zu schaffen, erfreut schlechtes den geist
wenn jemand schlechtes tut, sollte er es nicht wieder & wieder tun, sollte er keinen hang dazu entwickeln schlechtes anzuhaeufen bringt leid
wenn jemand inneren reichtum schafft, sollte er es wieder und wieder tun, sollte er einen hang dazu entwickeln inneren reichtum anzuhaeufen bringt freude
sogar die schlechten haben glueck solange ihr schlechtes noch im reifen begriffen ist aber wenn es herangereift ist, dann treffen sie auf schlechtes
sogar die guten haben pech solange ihr gutes noch im reifen begriffen ist aber wenn es herangereift ist, dann treffen sie auf gutes
seid nicht achtlos gegenueber schlechtem ( 'es wird mich nicht treffen' ) ein wasserkrug wird voll - sogar mit wasser, das in tropfen faellt mit schlechtem wenn auch eins ums andere aus gewohnheit fuellt sich der narr auf
seid nicht achtlos gegenueber innerem reichtum ( 'es wird mich nicht treffen' ) ein wasserkrug wird voll - sogar mit wasser, das in tropfen faellt mit innerem reichtum wenn auch eins ums andere aus gewohnheit fuellt sich der erleuchtete auf
wie ein haendler mit einer kleinen aber gut bestueckten karawane von einer gefaehrliche strasse, wie ein mensch, der sein leben liebt von gift, sollte man abstand nehmen von schlechten taten
wenn keine verwundung auf der hand ist, kann diese hand gift tragen gift dringt nicht ein, wo keine wunde ist denen widerfaehrt nichts schlechtes, die es nicht tun
wer sich vergeht an einem unschuldigen menschen, einem reinen menschen, ohne makel: das schlechte kommt direkt auf den narren zurueck wie feiner staub, der gegen den wind geworfen wird
einige werden geboren im mutterleib, uebeltaeter in der hoelle, jene auf dem richtigen pfad gehen in den himmel, doch jene ohne ausfluss: voellig befreit
nicht oben in der luft, noch in der mitte des meeres, noch wenn ihr in eine felsspalte im gebirge geht nirgends auf der welt kann ein platz gefunden werden wo ihr sein & euren schlechten taten entrinnen koenntet
nicht oben in der luft, noch in der mitte des meeres, noch wenn ihr in eine felsspalte im gebirge geht nirgends auf der welt kann ein platz gefunden werden wo ihr sein koenntet & dem tod nicht unterworfen waert
die rute
alle zittern vor der rute, alle haben angst vor dem tod zieht den vergleich zu euch selbst und toetet nicht, noch macht, dass andere toeten
alle zittern vor der rute, alle lieben ihr leben zieht den vergleich zu euch selbst und toetet nicht, noch macht andere toeten
wer eine rute nimmt, um lebenden wesen, die glueck wuenschen zu schaden, wenn er selber glueck sucht, wird nach dem tod kein glueck erlangen
wer keine rute nimmt, um lebenden wesen, die glueck wuenschen zu schaden, wenn er selber glueck sucht, wird nach dem tod glueck erlangen
sprecht niemanden barsch an oder die worte werden direkt auf euch zurueck geworfen werden zank und streit sind qualvoll, denn ihr werdet eurerseits die ruten spueren wenn ihr, wie ein flach gehaemmerter eisentopf keinen widerhall gebt, habt ihr eine befreiung gefunden; in euch findet sich keine streitlust
wie ein viehhirte mit einer rute die kuehe auf das feld jagt, so jagen altern & tod das leben der lebenden wesen
waehrend er schlechte taten tut, macht sich der narr keine gedanken der dummkopf wird von seinen eigenen taten gequaelt, wie wenn er von einem feuer verbrannt wuerde
wer sich mit einer rute an einem unschuldigen, unbewaffneten menschen vergeht, verfaellt schnell einem von zehn dingen: grobe schmerzen, verwuestung, ein ruinierter koerper, schwere krankheit, wahnsinn, aerger mit der regierung, ueble verleumdung, verlust von verwandten, aufloesung des besitzes, niedergebrannte haeuser wenn der koerper auseinanderfaellt, findet sich der uneinsichtige in der hoelle wieder
weder nacktheit, verfilztes haar, schlamm, nahrungsverweigerung, schlafen auf blossem boden, noch staub & schmutz oder askese durch hocken reinigen den sterblichen, der nicht ueber zweifel hinaus gekommen ist wenn jemand, obwohl er geschmueckt ist, ein leben in einklang mit dem reinen leben fuehrt beruhigt, gezaehmt & gefestigt nachdem er die rute fuer alle wesen weggelegt hat, dann ist er ein praktizierender ein brahmane ein moench
wer ist auf dieser welt ein mensch, der von seinem gewissen geleitet wird, der einen tadel bemerkt, wie ein gutes pferd die peitsche?
wie ein gutes pferd, das von einer peitsche getroffen wird, sei inbruenstig & rein durch ueberzeugung tugend, ausdauer konzentration, urteilsvermoegen, vollendet in wissen & benehmen, geistesgegenwaertig, wirst du dies nicht-geringe leid aufgeben
bewaesserungsbauer lenken das wasser pfeilmacher glaetten den schaft des pfeils zimmerleute schnitzen das holz jene, die gut praktizieren beherrschen sich selbst
das altern
was fuer ein lachen, warum freude bei diesen immerwaehrenden flammen? von dunkelheit umschlossen suchst du keine leuchte?
schau das verschoenerte bild an, gestuetzt, ein haufen eiternder wunden: krank, aber der gegenstand vieler vorsaetze, wo da nichts bestaendiges oder gewisses ist
zermuerbt ist der koerper, ein nest von krankheiten, in aufloesung diese verderbliche anhaeufung faellt mit sicherheit auseinander, denn das leben ist vom tod umschlossen
wenn du jene knochen siehst abgelegt wie flaschenkuerbisse im herbst, taubengrau: welche freude?
eine stadt aus knochen, bedeckt mit fleisch & blut, ihre verborgenen schaetze sind: stolz & verachtung, alter & tod
sogar praechtig ausstaffierte koenigliche kutschen verschleissen, so auch der koerper, der dem alter unterworfen ist aber der dhamma der guten ist nicht dem alter unterworfen: die guten lassen es die gebildeten wissen
der mann, der nicht zuhoert, reift wie ein ochse seine muskeln wachsen, seine erkenntnis nicht
den kreis vieler geburten durchwanderte ich ohne lohn, ohne rast, auf der suche nach dem hausbauer geburt ist qualvoll wieder & wieder
hausbauer, du bist entdeckt! du wirst kein haus mehr bauen all deine sparren sind zerbrochen, der firstbalken zerstoert, dahingegangen in die 'formlosigkeit', ist der geist am ende der begierde angelangt
sie leben weder das reine leben, noch kommen sie in ihrer jugend zu reichtum und schwinden so dahin wie alte reiher in einem ausgetrockneten, abgefischten see
sie leben weder das reine leben, noch kommen sie in ihrer jugend zu reichtum und liegen so herum, falsch vom bogen abgeschossen, und jammern ueber alte zeiten
selbst
wenn du dich liebst, huete, huete dich gut der weise bleibt wach, und kuemmert sich um sich in jeder der drei nachtwachen, den drei stadien des lebens
zuerst macht er sich heimisch in dem was richtig ist, erst dann lehrt er andere er befleckt seinen namen nicht: er ist weise
wenn ihr euch selbst so formen wuerdet wie ihr es andere lehrt, dann, gut geuebt, zur tat schrittet & zaehmtet denn, so wird gesagt, was schwer zu zaehmen ist, das bist du selbst
euer eigenes selbst ist euer wichtigster halt, denn wer koennte sonst euer wichtigster halt sein? dadurch, dass ihr selbst gut geuebt seid, erlangt ihr den wichtigsten halt, was schwer zu erlangen ist
das schlechte, das er selbst getan hat selbst-geboren, selbst-erschaffen zermalmt den dummkopf, wie ein diamant einen kostbaren stein
wenn ihr von schlimmstem laster ueberwuchert seid wie ein baum von einer schlingpflanze fuegt ihr euch das zu, was ein feind sich wuenschen wuerde
das ist leicht zu tun was nicht gut ist & euch nichts nuetzt was wirklich nuetzlich & gut ist, ist wirklich schwerer als schwer zu tun
die lehre jener, die den dhamma leben, wuerdige, edle: wer sie herabsetzt ein dummkopf, von schlechten ansichten beeinflusst bringt fruechte zu seiner eigenen zerstoerung hervor wie der bambus
schlechtes wird von einem selbst begangen durch sich selbst wird man befleckt schlechtes bleibt durch einen selbst ungetan durch sich selbst wird man gereinigt reinheit & unreinheit sind das eigene tun niemand reinigt jemand anderen niemand anderer reinigt einen selbst
opfere nicht dein eigenes wohlergehen fuer das eines anderen, egal wie gross erkenne dein eigenes wirkliches wohlergehen und achte nur auf das
welten
lass dich nicht auf minderwertige eigenschaften ein habe nichts mit unachtsamkeit zu tun lass dich nicht auf falsche ansichten ein beschaeftige dich nicht mit der welt
steh auf! sei nicht achtlos fuehre ein gutes dhamma leben jemand, der ein dhamma leben fuehrt, schlaeft froh in dieser welt & der naechsten
fuehre ein gutes dhamma leben fuehre es nicht schlecht jemand, der ein dhamma leben fuehrt, schlaeft froh in dieser welt & der naechsten
sieh sie als blase, sieh sie als trugbild: jemanden, der die welt so betrachtet sieht der koenig des todes nicht
komm, schau diese welt an ausstaffiert wie eine koenigskutsche, wo sich narren hinein stuerzen, waehrend die, die wissen nicht anhaften
wer frueher achtlos war, es spaeter aber nicht ist, erhellt die welt wie der mond, wenn sich die wolken verzogen haben
seine untat wird mit geschick ersetzt: er erhellt die welt wie der mond, wenn sich die wolken verzogen haben
diese welt ist blind wie wenige hier sehen klar! wie es voegel, die einem netz entkommen sind, wenige gibt, gibt es wenige menschen, die einen himmel daraus machen
schwaene fliegen den sonnenweg; jene mit der faehigkeit fliegen durch den raum; die erleuchteten fliehen die welt, nachdem sie die heere maras besiegt haben
ein mensch, der luegt, der in dieser einen sache zu weit geht, indem er bedenken wegen der jenseitigen welt hinter sich laesst: es gibt nichts schlechtes, was er nicht tun koennte
geizige gehen nicht zur welt der devas jene, die freigebigkeit nicht loben sind narren die erleuchteten zollen der freigebigkeit ihre anerkennung und finden so freude in der jenseitigen welt
alleinige gewalt ueber die erde, in den himmel kommen, herrschaft ueber alle welten: die frucht des 'eintretens in den strom' uebertrifft das alles
erwacht
wessen sieg nicht zunichte gemacht werden kann, an wessen sieg niemand auf der welt heranreichen kann; erwacht, seine weide grenzenlos, weglos: mit welchem pfad willst du ihn in die irre fuehren?
in wem keine begierde ist die laestige verfuehrerin um ihn, wo auch immer nur hin zu fuehren; erwacht, seine weide grenzenlos, weglos: mit welchem pfad willst du ihn in die irre fuehren?
sie, die erleuchteten, bedacht auf jhana, erfreuen sich am stillwerden & aufgeben, sind selbst-erwacht & geistesgegenwaertig: sogar die devas schauen mit neid auf sie
schwer das erlangen einer geburt als mensch schwer das leben der sterblichen schwer die moeglichkeit, den wahren dhamma zu hoeren schwer das erscheinen von erwachten
das nichttun von allem schlechten, das ausfuehren von dem was geeignet ist, das reinigen des eigenen geistes: das ist die lehre des erwachten
geduldiges ertragen: die hoechste askese befreiung: das hoechste, so sagen die erwachten wer einen anderen verletzt ist kein praktizierender wer einen anderen schlecht behandelt, kein moench
nicht veraechtlich machen, nicht verletzen, zurueckhaltung in uebereinstimmung mit dem patimokkha*, maessigung beim essen, verweilen in abgeschiedenheit, bindung an den vertieften geist: das ist die lehre des erwachten
nicht einmal wenn es goldmuenzen regnete, haetten wir genug an sinnlichen freuden 'voller stress*, sie bringen wenig vergnuegen' da er das weiss, findet der weise keinen gefallen sogar an himmlischen sinnlichen freuden er ist einer, der sich erfreut am aufhoeren der begierde, ein schueler des 'wahrhaft selbst-erwachten'
sie nehmen vielerorts ihre zuflucht, in bergen und waeldern, zu park- und baumaltaeren: menschen, die von einer gefahr bedroht sind das ist nicht die sichere zuflucht, nicht die ueberragende zuflucht, das ist nicht die zuflucht, wo du, wenn du sie genommen hast, frei wirst von allem leid & stress
aber wenn du, nachdem du zu buddha, dhamma & sangha zuflucht genommen hast, mit rechter einsicht die vier edlen wahrheiten verstehst stress, die ursache von stress, das ueberschreiten von stress & den edlen achtfachen pfad, den weg zur beruhigung von stress: das ist die sichere zuflucht, das ist die ueberragende zuflucht, das ist die zuflucht, wo du, wenn du sie genommen hast, frei wirst von allem leid & stress
es ist schwierig, einem hoechst kultivierten menschen zu begegnen es ist einfach nicht wahr, dass er ueberall geboren wird wo immer er geboren wird, ein erleuchteter, gedeiht die familie und ist gluecklich
ein segen: das erscheinen erwachter ein segen: das lehren von wahrem dhamma ein segen: die eintracht der sangha die enthaltsamkeit derjenigen, die in eintracht sind, ist ein segen
wenn du jene verehrst, die der verehrung wuerdig sind, 'erwachte' oder ihre schueler die jenseits gegangen sind von schwierigkeiten, klagen & kummer, die ungefaehrdet sind, furchtlos, befreit: dann gibt es kein mass, das messen kann, dass dein innerer reichtum 'so viel' ist
gluecklich
wie ueberaus gluecklich leben wir, frei von feindseligkeit unter denen, die feindselig sind unter feindseligen menschen, frei von feindseligkeit, weilen wir
wie ueberaus gluecklich leben wir, frei von elend unter denen, die sich elend fuehlen unter elenden menschen, frei von elend, weilen wir
wie ueberaus gluecklich leben wir, frei von geschaeftigkeit unter denen, die geschaeftig sind unter geschaeftigen menschen, frei von geschaeftigkeit, weilen wir
wie ueberaus gluecklich leben wir, wir die nichts haben wir werden uns von verzueckung ernaehren wie die strahlenden goetter
gewinnen schafft feindseligkeit verlieren fuehrt dazu, dass man sich kummervoll niederlegt die zur ruhe gekommenen legen sich gluecklich nieder, sie haben gewinnen & verlieren beiseite gelegt
es gibt kein feuer gleich der leidenschaft, keinen verlust gleich dem zorn, keinen schmerz gleich den anhaeufungen, keine freude ausser dem frieden
hunger: die hoechste krankheit gestaltungen: das hoechste leid fuer jemanden, der diese wahrheit so kennt wie sie wirklich ist, ist die hoechste freude befreiung
freiheit von krankheit: das hoechste glueck zufriedenheit: der hoechste reichtum vertrauen: die hoechste verwandtschaft befreiung: die hoechste freude
wenn man den labsal trinkt, den geschmack von abgeschiedenheit & ruhe , ist man befeit von schlechtem, ohne leid, erquickt vom labsal der verzueckung von dhamma
es ist angenehm, edle zu treffen in ihrer gesellschaft ist man gluecklich immer dadurch, dass man keine narren trifft auf dauer, ist man gluecklich auf dauer
denn wenn man mit einem narren zusammen lebt, hat man lange kummer der umgang mit narren ist leidvoll, so wie mit einem feind immer gluecklich ist man im umgang mit erleuchteten, so wie in einer versammlung von verwandten
deswegen: der erleuchtete mensch klug, gelehrt, duldend, pflichtbewusst, edel, intelligent, ein rechtschaffener mensch: folge ihm einem seiner art wie der mond dem kurs der sterne des tierkreiszeichens
liebgewonnene
nachdem er sich mit dem befasst hat, was nicht seine eigenen uebungen waren, und sich mit dem nicht befasst hat, was sie waren, nachdem er das ziel missachtet hat, um nach dem zu greifen, was ihm lieb war, beneidet er jetzt jene, die auf sich geachtet haben, sich in die pflicht genommen haben
verbindet euch niemals ganz gleich was passiert mit liebenswertem oder unliebsamem es ist schmerzhaft, das nicht zu sehen, was einem lieb ist oder das zu sehen, was einem unlieb ist
gewinnt also nichts lieb, denn es ist schrecklich, von dem getrennt zu sein, was einem lieb ist fuer jene, fuer die es lieb und unliebsam nicht gibt, kann man keine fesseln finden
aus dem, was einem lieb ist, entsteht leid, aus dem, was einem lieb ist, entsteht furcht fuer jemanden, der befreit ist von dem, was ihm lieb ist, gibt es kein leid wie dann furcht?
aus dem, was man liebt, entsteht leid, aus dem, was man liebt, entsteht furcht fuer jemanden, der befreit ist von dem, was er liebt, gibt es kein leid wie dann furcht?
aus freude entsteht leid, aus freude entsteht furcht fuer jemanden, der von freude befreit ist gibt es kein leid wie dann furcht?
aus sinnlichkeit entsteht leid, aus sinnlichkeit entsteht furcht fuer jemanden, der von sinnlichkeit befreit ist gibt es kein leid wie dann furcht?
aus begierde entsteht leid, aus begierde entsteht furcht fuer jemanden, der von begierde befreit ist, gibt es kein leid wie dann furcht?
den vollkommenen an tugend & einsicht, der vernuenftig ist, die wahrheit spricht, sich um seine angelegenheiten kuemmert: ihn liebt die welt
wenn ihr einen wunsch hervorgebracht habt nach etwas, was nicht ausgedrueckt werden kann, euer herz euch durchdringt, euer geist nicht verstrickt ist in sinnliche begierden: heisst es, dass ihr im aufwaerts fliessenden strom seid
ein mensch, der lange weg war kehrt sicher von weither heim seine verwandten, seine freunde, seine gefaehrten freuen sich ueber seine rueckkehr
auf die gleiche weise werden euch, wenn ihr gutes getan habt & von dieser welt in die naechste welt gegangen seid, eure guten taten empfangen, wie verwandte einen lieben, der heimgekehrt ist
aerger
gebt den aerger auf, macht schluss mit dem duenkel, ueberwindet jede fessel wenn ihr an name & form keine anhaftung habt ueberhaupt nichts habt keine leiden, keine belastungen, greift an
wer, wenn aerger aufkommt, voellige kontrolle behaelt wie bei einem renngespann: den nenne ich einen meisterlichen wagenlenker jeden anderen, einen zuegelhalter mehr nicht
besiegt den aerger mit fehlendem aerger, schlecht mit gut; geiz mit grosszuegigkeit, einen luegner mit wahrheit
die wahrheit sagen; nicht aergerlich werden; geben, wenn man darum gebeten wird egal wie wenig man hat: durch diese drei dinge geht man in die gegenwart der devas ein
guetige weise, die sich koerperlich stets im griff haben, sind auf dem weg zum unerschuetterlichen zustand, wo es, wenn sie dorthin gelangt sind, kein leid gibt
jene, die immer wachsam bleiben und tag und nacht ueben im streben nach befreiung: ihre ausfluesse naehern sich dem ende
das gibt es schon von alters her, atula, & nicht erst seit heute: sie haben etwas auszusetzen an jemandem, der still da sitzt, sie haben etwas auszusetzen an jemandem, der viel spricht, sie haben etwas auszusetzen an jemandem der seine worte abwaegt es gibt niemanden auf der welt, an dem nichts ausgesetzt wird
es gab nie wird nie noch gibt es jetzt jemanden, der nur herabgesetzt oder nur gelobt wird
wenn gut unterrichtete leute ihn dafuer loben, nachdem sie ihn tag fuer tag beobachtet haben, dass er in seinem verhalten einwandfrei, intelligent, mit erkenntnis & tugend versehen ist: gleich einem goldbarren wer kann da etwas an ihm aussetzen? sogar devas loben ihn sogar von brahma wird er gelobt
huetet euch vor aerger, der sich koerperlich bahn schafft; habt euch koerperlich im griff nachdem ihr koerperliches fehlverhalten aufgegeben habt, ergeht euch in koerperlichem wohlverhalten
huetet euch vor aerger, der sich verbal bahn schafft; habt euch verbal im griff nachdem ihr verbales fehlverhalten aufgegeben habt, ergeht euch in verbalem wohlverhalten
huetet euch vor aerger, der sich geistig bahn schafft; habt euch geistig im griff nachdem ihr geistiges fehlverhalten aufgegeben habt, ergeht euch in geistigem wohlverhalten die den koerper beherrschen die erleuchteten die rede & geist beherrschen erleuchtet sind deren beherrschung ist gefestigt
unreinheiten
du bist jetzt wie ein gelb gefaerbtes blatt schon stehen yamas gehilfen bereit du stehst an der schwelle aufzubrechen, musst dich aber noch fuer die reise ruesten
schafft euch eine insel! macht schnell! seid weise! wenn eure unreinheiten voellig weggeblasen sind und ihr makellos seid, werdet ihr den goettlichen bereich der edlen erreichen
ihr steht jetzt fast am ende eurer zeit ihr schreitet auf yamas gegenwart zu, ohne einen rastplatz am weg, muesst euch aber noch fuer die reise ruesten
schafft euch eine insel! macht schnell! seid weise! wenn eure unreinheiten voellig weggeblasen sind und ihr makellos seid, werdet ihr nicht wieder geburt und altern erleiden
wie ein silberschmied schritt um schritt, stueck fuer stueck, augenblick um augenblick, die unreinheiten des geschmolzenen silbers wegblaest tut der weise es mit seinen
so wie rost die unreinheit des eisens genau das eisen auffrisst, das ihn hervorgebracht hat, so fuehren die taten desjenigen, der nachlaessig lebt, ihn an ein schlechtes ziel
keine rezitation: die vernichtende unreinheit der liturgie keine tatkraft: die des haushalts nachlaessigkeit: die der schoenheit unachtsamkeit: die des waechters
bei einer frau ist ungebuehrliches verhalten eine unreinheit bei einem geber geiz schlechte taten sind die wirklichen unreinheiten in dieser und der naechsten welt
unreiner als diese unreinheiten ist die hoechste unreinheit: unwissenheit wenn ihr diese unreinheit aufgegeben habt, moenche, seid ihr frei von unreinheiten
das leben ist einfach fuer jemand, der skrupellos, listig wie eine kraehe, verderbt, verleumderisch, dreist & unverfroren ist; aber fuer jemanden, der fortwaehrend skrupelhaft, vorsichtig, aufmerksam, ernsthaft, rein in seiner lebensfuehrung, makellos in seinem trachten ist, ist es schwierig
wer toetet, luegt, stiehlt, zur frau eines anderen geht & abhaengig von drogen ist, untergraebt seine eigenen wurzeln schon in dieser welt
wisse denn, mein guter, dass schlechte taten ruecksichtslos sind lass dich nicht von gier & unredlichkeit mit langfristigem leid bedraengen
menschen geben entsprechend ihrem glauben, entsprechend ihrer ueberzeugung wenn man sich aufregt ueber essen & trinken, das anderen gegeben wird, erlangt man keine sammlung bei tag oder bei nacht
jemand jedoch, in dem dies durch- schnitten ent- wurzelt aus- geloescht ist erlangt sammlung bei tag oder bei nacht
kein feuer brennt wie leidenschaft, kein griff haelt wie aerger, keine schlinge faengt wie taeuschung, kein fluss stroemt wie begierde
es ist leicht, die fehler der anderen, aber schwierig, die eigenen zu sehen die fehler der anderen siebt man heraus wie spreu, die eigenen verbirgt man wie ein falschspieler einen ungluecklichen wurf
wenn du dich auf die fehler anderer konzentrierst und dauernd an ihnen herumnoergelst, gedeihen deine ausfluesse du bist von ihrem aufhoeren weit entfernt
es gibt im raum keine spur, ausserhalb keinen praktizierenden die leute sind in komplikationen verwickelt, frei von komplikationen sind jedoch die tathagatas
es gibt im raum keine spur, ausserhalb keinen praktizierenden, keine ewigen gestaltungen, kein hin und her in den erwachten
der richter
schnell ein urteil zu faellen bedeutet nicht, dass man ein richter ist der weise, der beides abwaegt, das richtige urteil & das falsche, beurteilt andere unparteiisch ohne eile, in uebereinstimmung mit dem dhamma, den dhamma bewahrend, vom dhamma geleitet, intelligent: so jemand ist ein richter
wenn man einfach nur viel redet, heisst das nicht, dass man weise ist wer sicher ist ohne feindseligkeit, furcht gilt als weise
wenn man einfach nur viel redet, pflegt man nicht den dhamma wer auch immer, obwohl er fast nichts gehoert hat den dhamma mit dem koerper sieht, nicht achtlos gegenueber dem dhamma ist: er pflegt den dhamma
wenn man ein graues haupt hat, bedeutet das nicht, dass man ein 'ehrwuerdiger' ist man ist in die jahre gekommen und wird ein alter depp genannt aber jemand mit wahrhaftigkeit, zurueckhaltung, rechtschaffenheit, freundlichkeit, selbstkontrolle er wird als 'ehrwuerdiger' bezeichnet, der seine unreinheiten ausgespien hat, erleuchtet ist
nicht durch hoefliche konversation oder ein lotusfarbiges gesicht wird ein neidischer, elender betrueger ein vorbildlicher mensch jemand jedoch, bei dem dies durch- schnitten ent- wurzelt ausgeloescht ist wird vorbildlich genannt, seinen widerwillen hat er ausgespien, er ist intelligent
ein rasierter kopf weist nicht auf einen praktizierenden hin ein luegner, der seine verpflichtungen nicht einhaelt, der mit gier & verlangen erfuellt ist: was ist das fuer ein praktizierender?
wer aber die missklaenge seiner schlechten eigenschaften ob gross oder klein in jeglicher hinsicht bereinigt, indem er das schlechte zum schweigen bringt: der wird ein praktizierender genannt
wenn man von anderen gaben erbittet, heisst das nicht, dass man ein moench ist solange man die gepflogenheiten der laien beibehaelt, ist man ueberhaupt kein moench
wer aber inneren reichtum & schaden beiseite legt und das zoelibat lebt, wer wohlueberlegt die welt durchschreitet: der gilt als moench
nicht durch schweigen wird ein verwirrter & unwissender zum weisen wer aber weise, gleich wenn er zwei waagschalen hielte und das vorzuegliche waehlte schlechte taten zurueckweist: der ist ein weiser, so ist er ein weiser beide seiten der welt abwaegen koennen: dadurch gilt man als weiser
nicht indem man leben verletzt wird man edel man wird zum edlen dadurch dass man freundlich zu allem lebendigen ist
moench, lass nie zu, dass du wegen deiner geluebde & praktiken, grosser gelehrsamkeit, meditationserfolgen, leben in abgeschiedenheit oder dem gedanken: ' ich bin in beruehrung mit dem wohlgefuehl der zurueckgezogenheit, das gewoehnliche leute nicht kennen' je zulaesst, dass du selbstzufrieden wirst, solange das ende der ausfluesse noch nicht erreicht ist
der pfad
an pfaden ist der achtfache unuebertroffen an wahrheiten, die vier an guten eigenschaften, leidenschaftslosigkeit an zweibeinigen wesen, der mit den sehenden augen
genau dies ist der pfad es gibt keinen anderen um die geistige sehkraft zu reinigen folgt ihm, das wird mara in bestuerzung versetzen
wenn ihr ihm folgt, beendet ihr leid & stress ich habe euch diesen pfad gelehrt, nachdem ich das herausziehen der pfeile damit ihr es erfahrt erfahren habe
an euch ist es, sich zu muehen mit begeisterung tathagatas zeigen einfach nur den weg jene, die in jhana versunken praktizieren: sie werden befreit werden von den fesseln maras
wenn man mit einsicht erkennt, 'alle gestaltungen sind unbestaendig' wird man von stress entzaubert das ist der pfad zur reinheit
wenn man mit einsicht erkennt, ' alle gestaltungen bereiten stress ' wird man von stress entzaubert das ist der pfad zur reinheit
wenn man mit einsicht erkennt, 'alle erscheinungen sind nicht-selbst' wird man von stress entzaubert das ist der pfad zur reinheit
wenn zeit ist, den ersten schritt zu tun, bleibt er untaetig jung, stark, aber traege, die vorsaetze seines herzens ermattet, so verliert der traege, faule, den pfad zur einsicht
aufmerksam beim sprechen gezuegelt im geistigen, solltet ihr nichts ungeeignetes mit dem koerper tun reinigt diese drei wege des tuns bringt zur reife den pfad, den seher verkuendet haben
aus bemuehen entsteht weisheit; aus mangel daran, das ende der weisheit indem ihr diese zwei wege kennt zu entwicklung, zu verfall verhaltet euch so, dass sich die weisheit vermehrt
faellt den wald der begierde, nicht den wald von baeumen aus dem wald der begierde kommen gefahr und furcht wenn ihr diesen wald gefaellt habt & sein unterholz, moenche, seid entwaldet
denn so lange wie das kleinste bisschen unterholz eines mannes fuer frauen nicht gerodet ist, ist das herz gebunden, wie ein saeugendes kalb an seine mutter
macht euren sinn zur selbst verlockung zunichte, wie eine herbstlilie in der hand pflegt nur den pfad zum frieden befreiung wie er vom 'vollstaendig gegangenen' gelehrt wurde
'hier werde ich waehrend der regenzeit bleiben hier im sommer & winter' das malt sich der narr aus und ist sich keiner hindernisse bewusst
den sein-sohn-&-vieh-betrunkenen, der geistig voellig verstrickt ist: der tod fegt ihn hinweg wie eine grosse flut ein schlafendes dorf es gibt keine soehne die einen schuetzen, keinen vater, keine familie fuer den, den der 'beender' im griff hat, keinen schutz unter verwandten
im bewusstsein dieser zwingenden einsicht sollte der weise, von tugend geleitet, den pfad rein machen sofort der bis hin zur befreiung fuehrt
verschiedenes
wenn er dadurch, dass er auf ein begrenztes wohlergehen verzichtete, reichliches wohlergehen erfuehre, wuerde der verstaendige mensch auf das begrenzte wohlergehen verzichten, des reichlichen zuliebe
er sucht sein eigenes wohlbehagen, indem er anderen un-behagen bereitet da er in das hin und her von feindseligkeiten verstrickt ist, wird er nicht befreit von feindseligkeit
in denen, die das ablehnen, was man tun & das tun, was man nicht tun soll achtlos, anmassend gedeihen die ausfluesse
aber bei denen, die ihren sinn fortwaehrend fest richten auf die achtsamkeit, die voellig mit dem koerper befasst ist, die nicht dem froenen, was man nicht tun sollte & unbeirrt mit dem fortfahren, was man sollte achtsam, wach bei ihnen neigen sich die ausfluesse dem ende zu
nachdem er mutter & vater, zwei kriegskoenige, das koenigreich & seine kolonien vernichtet hat zieht der brahmane unbesorgt weiter
nachdem er mutter & vater, zwei gelehrte koenige, & , als fuenftes, einen tiger getoetet hat zieht der brahmane unbesorgt weiter
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas deren achtsamkeit tag & nacht fortwaehrend voellig mit dem buddha befasst ist
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas deren achtsamkeit tag & nacht fortwaehrend voellig mit dem dhamma befasst ist
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas deren achtsamkeit tag & nacht fortwaehrend voellig mit der sangha befasst ist
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas deren achtsamkeit tag & nacht fortwaehrend voellig mit dem koerper befasst ist
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas deren herzen sich tag & nacht an der arglosigkeit erfreuen
sie erwachen, immer voellig wach: die schueler gotamas, deren herzen sich tag & nacht an der geistigen entwicklung erfreuen
schwierig ist das leben der hinausgegangenen, schwierig daran gefallen zu finden schwierig ist das elende leben des haushaelters es ist leidvoll mit leuten zu sein, mit denen man nicht harmoniert, leidvoll unterwegs zu sein so sei weder reisender noch voll leid
der mensch mit grundsaetzen, begabt mit tugend, ansehen & reichtum: wohin er geht, wird er geehrt
die guten erstrahlen von weitem wie die schneeberge des himalaya die schlechten sieht man nicht einmal aus der naehe, gleich pfeilen, die in die nacht geschossen werden
allein sitzen, allein ruhen, allein gehen, unermuedlich indem er sich selbst zaehmt, wird er gluecklich allein allein im wald
hoelle
der geht zur hoelle, der behauptet, was nicht war, genau wie der, der etwas tut und dann sagt: ' ich tat es nicht' beide minderwertig handelnde menschen werden sich da gleich: nach dem tod, in der jenseitigen welt
mit einer ockerfarbenen robe um den hals gebunden erscheinen viele mit schlechten eigenschaften unbeherrscht, schlecht aufgrund ihrer schlechten taten wieder in der hoelle
ihr taetet besser daran, eine eisenkugel gluehend, brennend zu essen, als dass ihr, haltlos & unbeherrscht, die almosen des landes esst
vier dinge ereilen den achtlosen mann, der sich zur frau eines anderen legt: eine fuelle von schuld; ein mangel an wohltuendem schlaf; drittens, missbilligung, viertens, die hoelle
eine fuelle von schuld, eine schlechte bestimmung & ein kurzes glueck eines angsterfuellten mannes mit einer angsterfuellten frau, & der koenig erlegt eine harte strafe auf somit sollte sich kein mann zur frau eines anderen legen
wie messerscharfes gras, wenn man es falsch anlangt, die hand verletzt, die es haelt so zieht einen das meditative leben, wenn man es falsch anpackt, in die hoelle hinab
eine lose handlung oder verletzte regel oder ein betruegerisches keusches leben traegt keine grosse frucht
wenn etwas getan werden muss, arbeitet entschlossen daran, denn ein nachlaessiges vorgehen wirbelt nur viel staub auf
es ist besser eine untat ungetan zu lassen eine untat verbrennt euch spaeter besser ist es, eine gute tat zu tun, die euch, nachdem ihr sie getan habt, nicht in brand setzt
wie eine grenzburg, die innen & aussen bewacht wird, so bewache dich selbst lass den augenblick nicht verstreichen jene, fuer die der augenblick verstrichen ist, graemen sich, wenn sie fuer die hoelle bestimmt sind
beschaemt ueber das, was nicht schaendlich ist, nicht beschaemt ueber das, was es ist, schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen, auf eine schlechte bestimmung zu
gefahr sehend, wo keine ist und keine gefahr, wo eine ist, schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen, auf eine schlechte bestimmung zu
in einbildung eines irrtums, wo keiner ist & keines irrtums, wo einer ist, schreiten wesen, die falsche vorstellungen uebernehmen, auf eine schlechte bestimmung zu
aber in kenntnis des irrtums als irrtum und des nicht irrtums als nicht irrtum schreiten wesen, die richtige vorstellungen uebernehmen, auf eine gute bestimmung zu
elefanten
ich werde wie ein elefant in der schlacht einen pfeil, der von einem bogen abgeschossen wurde, ertraegt eine falsche anschuldigung ertragen, denn die breite masse hat keine grundsaetze
den gezaehmten nehmen sie zu versammlungen mit den gezaehmten besteigt der koenig der gezaehmte, der eine falsche anschuldigung ertraegt ist, unter menschen, der beste
hervorragend sind gezaehmte maultiere, gezaehmte vollblute gezaehmte pferde aus sindh hervorragend, die gezaehmten, grossen elefanten mit den starken stosszaehnen noch hervorragender sind aber jene, die sich selbst gezaehmt haben
denn mit diesen reittieren koennte man sich nicht in das unerreichte land begeben, wie der gezaehmte es tut, indem er sich selbst zaehmt, gut zaehmt
der elefant, dhanapalaka, ist mitten in der brunst schwer zu kontrollieren angebunden, will er kein bisschen fressen: der elefant vermisst den elefantenwald
wenn er, traege & ueberfressen, den mueden kopf hin und her rollt wie ein fettes, gemaestetes schwein: so tritt ein schwachkopf wieder & immer wieder in den mutterleib ein
zuvor wanderte mein geist wie es ihm gefiel, wohin er wollte, auf welchem weg ihm recht war heute werde ich ihn geschickt unter kontrolle halten wie jemand mit einem haken einen bruenstigen elefanten
erfreut euch der achtsamkeit wacht ueber euren eigenen geist erhebt euch aus dem ungangbaren pfad, gleich einem elefanten, der im schlamm steckt
wenn ihr einen geistig reifen gefaehrten findet einen erleuchteten mitreisenden, der rechtschaffen lebt ueberwindet alle gefahren und geht mit ihm, dankbar, geistesgegenwaertig
wenn ihr keinen geistig reifen gefaehrten findet einen reisegefaehrten, rechtschaffen, erleuchtet geht alleine wie ein koenig, der sein koenigreich, wie der elefant in der matanga wildnis, der seine herde aufgibt
alleine zu gehen ist besser, mit einem narren gibt es keine gemeinschaft geht alleine und tut nichts schlechtes, friedlich, wie der elefant in der matanga wildnis
ein segen: freunde, wenn man sie braucht ein segen: zufriedenheit mit dem, was gerade ist innerer reichtum beim beenden des lebens ist ein segen ein segen: das aufgeben von allem leid & stress ein segen in der welt: ehrfurcht fuer eure mutter ein segen: ehrfurcht auch fuer euren vater ein segen in der welt: ehrfurcht fuer einen praktizierenden ein segen: ehrfurcht auch fuer einen brahmanen ein segen im alter ist tugend ein segen: eine gefestigte ueberzeugung ein segen: die erlangte erkenntnis das nicht tun von schlechtem ist ein segen
begierde
wenn ein mensch achtlos lebt, waechst seine begierde wie eine kriechpflanze er rennt jetzt hierhin & dann dorthin, als ob er fruechte suchte: ein affe im wald
wenn jemand von der klebrigen, plumpen begierde in der welt ueberwaeltigt wird, wachsen seine sorgen wie wildes gras nach dem regen
wenn diese plumpe begierde, der schwer zu entkommen ist, von jemandem in der welt ueberwaeltigt wird, perlen die sorgen an ihm ab, wie wassertropfen an einem lotus
euch allen, die ihr hier versammelt seid, sage ich: viel glueck grabt die begierde wie das wilde gras beim heilwurzel suchen mit der wurzel aus lasst euch nicht von mara beugen wie ein schilfrohr von einem reissenden fluss immer und immer wieder
wenn seine wurzel unbeschaedigt & stark bleibt, wird ein baum, auch wenn er gefaellt wurde, wieder nachwachsen in der gleichen weise kehrt, wenn unterschwellige begierde nicht mit der wurzel entfernt wird, dieses leiden wieder & wieder zurueck
jemand, dessen stroeme, die auf das anziehende zufliessen, stark sind: die stroemungen entschluesse, die auf leidenschaft gruenden tragen ihn, jemanden mit minderwertigen ansichten, hinfort
sie fliessen ueberall hin, die stroeme, aber die sich verzweigende schlingpflanze bleibt an ihrem platz wenn ihr nun seht, dass die schlingpflanze entsprossen ist, schneidet ihr durch erkenntnis die wurzel ab
gelockert & geoelt sind die freuden eines menschen leute, die von verlockungen gefesselt nach wohlergehen suchen: sie sind auf dem weg zu geburt & altern
von begierde umringt huepfen die menschen im kreis herum wie ein hase, der in eine schlinge geraten ist mit fesseln & banden gebunden gelangen sie dann zu leid, wieder & wieder, lange zeit
von begierde umringt huepfen die menschen im kreis herum wie ein hase, der in eine schlinge geraten ist so sollte ein moench fuer sich begierde aufloesen begierdelosigkeit anstreben
befreit vom unterholz, aber besessen vom wald, rennt er direkt in den wald zurueck, nachdem er den wald losgeworden ist kommt, schaut euch den menschen an, der befreit war und geradewegs zurueck in die gleichen alten ketten rennt
das sind keine starken fesseln, so sagen die erleuchteten die aus eisen, holz oder gras hingerissen, bezaubert sein von juwelen & schmuck, das verlangen nach kindern & frauen: das sind starke fesseln so sagen die erleuchteten welche die einzwaengen, elastisch sind und schwer zu loesen aber nachdem sie sie durchtrennt haben, gehen sie die erleuchteten hinaus, frei von verlangen, sinnliches wohlbehagen hinter sich lassend
jene, die von leidenschaft gepackt sind, fallen zurueck in einen selbst geschaffenen strom, wie eine spinne, die sich in ihrem netz verfangen hat aber nachdem sie sie abgeschnitten haben, machen sich die erleuchteten auf den weg, frei von verlangen, alles leid & allen stress hinter sich lassend
wenn ihr ueber das werden hinaus gegangen seid, lasst ihr vorne los hinten los, dazwischen los mit einem herz, das ueberall loslaesst, geratet ihr nicht wieder in geburt & altern
bei einem menschen, der von seinem denken weiter getrieben wird, in seiner leidenschaft heftig ist, sich auf das schoene konzentriert, waechst die begierde um so mehr er ist jemand, der die fesseln enger macht aber jemand, der freude hat am beruhigen der gedanken, immer achtsam, die konzentration auf das ekelerregende pflegt: er wird ein ende machen, er wird maras fesseln durchschneiden
er hat die vollendung erreicht, furchtlos, unbefleckt, frei von begierde und hat die pfeile des werdens weg geschnitten diese koerperliche anhaeufung ist seine letzte frei von begierde, ohne ergreifen, scharfsinnig im ausdruck, die kombination der laute kennend welcher vorher & welcher nachher kommt er wird als ein letzter koerper, grosser mensch mit grosser einsicht bezeichnet
allbezwingend, allwissend bin ich, in bezug auf alle dinge, nicht anhaftend alles-aufgebend, freigesetzt in das aufhoeren der begierde: ich habe alles selber erkannt, wen soll ich als meinen lehrer bezeichnen?
ein dhamma geschenk schlaegt alle geschenke; der geschmack des dhamma alle geschmaecker; ein vergnuegen am dhamma alle vergnuegen; das aufhoeren der begierde alles leid & stress
reichtum ruiniert den erkenntnis schwachen, aber nicht jene, die das jenseitige suchen indem er reichtum begehrt ruiniert der erkenntnis schwache sich ebenso wie andere
felder werden durch unkraut verdorben; menschen durch leidenschaft deswegen traegt das, was man denen gibt, die frei von leidenschaft sind, eine grosse ernte
felder werden durch unkraut verdorben; menschen durch abneigung deswegen traegt das, was man denen gibt, die frei von abneigung sind, eine grosse ernte
felder werden durch unkraut verdorben; menschen durch taeuschung deswegen traegt das, was man denen gibt, die frei von taeuschung sind, eine grosse ernte
felder werden durch unkraut verdorben; menschen durch verlangen deswegen traegt das, was man denen gibt, die frei von verlangen sind, eine grosse ernte
moenche
kontrolle ueber das auge ist gut, gut ist kontrolle ueber das ohr kontrolle ueber die nase ist gut, gut ist kontrolle ueber die zunge kontrolle ueber den koerper ist gut, gut ist kontrolle ueber die sprache kontrolle ueber das herz ist gut, gut ist kontrolle in allen bereichen ein moench, der sich in allen bereichen unter kontrolle hat, ist von allem leid & stress befreit
die haende unter kontrolle, fuesse unter kontrolle, sprache unter kontrolle, im hoechsten masse unter kontrolle sich an dem erfreuend, was innen ist, zufrieden, gesammelt, alleine: ihn bezeichnet man als moench
ein moench, der seine aeusserungen unter kontrolle hat, ruhig rat gibt, lehre & bedeutung verkuendet: was er sagt, ist wohlklingend
dhamma ist sein aufenthalt, dhamma seine freude, ein moench, der ueber den dhamma nachdenkt, sich den dhamma ins gedaechtnis ruft, faellt nicht ab vom wahren dhamma
gaben: behandle die eigenen nicht mit geringschaetzung, mache dich nicht auf, die der anderen zu begehren ein moench, der die der anderen begehrt erlangt keine sammlung
sogar wenn er so gut wie nichts bekommt, behandelt er seine gaben nicht mit verachtung unermuedlich fuehrt er ein reines leben: er ist es, den die devas loben
fuer jemanden, fuer den es so etwas wie mein in name & form in jeglicher hinsicht nicht gibt & der nicht um das betruebt ist was nicht ist: der wird zurecht ein moench genannt
ein moench mit vertrauen in die lehre des 'erwachten', der in guete verweilt, erlangt den guten zustand, den friedvollen zustand: das beruhigen-der-gestaltungen wohlergehen
moench, schoepf dieses boot aus es wird dich leicht tragen, wenn es ausgeschoepft ist nachdem du leidenschaft und abneigung durchschnitten hast, gehst du von dort zur befreiung
schneide fuenf durch, lass fuenf gehen & entwickle vor allem fuenf von einem moench, der fuenf anhaftungen hinter sich gelassen hat heisst es, dass er die flut ueberquert hat
praktiziere jhana, moench, und sei nicht achtlos lass deinen geist nicht an sinnlichen gestaden umherstreifen verschlucke nicht achtlos die gluehende eisenkugel verbrenne nicht & klage: ' das schmerzt'
es gibt kein jhana fuer jemanden ohne einsicht, keine einsicht fuer jemanden ohne jhana aber jemand mit jhana & einsicht: er ist an der schwelle zur befreiung
ein moench mit ruhigem geist, der in eine leere behausung geht und den dhamma klar und richtig sieht: seine freude ist mehr als menschlich
wie auch immer wie auch immer er mit dem entstehen-&-vergehen der anhaeufungen in beruehrung kommt: er erlangt verzueckung & freude: das ist, fuer jene, die es kennen, frei von tod, das 'todlose'
die ersten dinge fuer einen einsichtigen moench sind hier die sinne hueten zufriedenheit, disziplin in uebereinstimmung mit dem patimokkha er sollte sich mit bewundernswerten freunden zusammentun
wer ein reines leben fuehrt, unermuedlich, aus gewohnheit gastfreundlich und gekonnt in seinem benehmen ist und so vielfache freude erfaehrt, der wird leid & stress ein ende setzen
lasst leidenschaft & abneigung fallen, moenche wie ein jasmin seine verwelkten blueten
wenn er koerperlich zur ruhe gekommen ist, im reden zur ruhe gekommen ist, voellig gesammelt & ruhig ist, die koeder der welt ausgespien hat, gilt ein moench als vollkommen zur ruhe gekommen
du selbst solltest dich tadeln, solltest dich selbst pruefen als moench, der sich selbst behuetet, mit behuetetem selbst, achtsam, lebst du in wohlbehagen
euer eigenes selbst ist eure wichtigste stuetze euer eigenes selbst ist euer eigener fuehrer deswegen solltet ihr auf euch selbst aufpassen wie ein haendler auf ein gutes pferd
ein moench mit vielfaeltiger freude, mit vertrauen zu den lehren des erwachten, wird den guten zustand erlangen, den friedvollen zustand: das beruhigen-der-gestaltungen wohlergehen
ein junger moench, welcher sich in der lehre des 'erwachten' muehe gibt, erhellt die welt wie der mond, der hinter einer wolke hervortritt
brahmanen
du hast anstrengungen unternommen, brahmane, schneide nun den strom ab vertreibe sinnliche leidenschaften wenn du das aufhoeren der gestaltungen kennst, brahmane, kennst du das 'ungeschaffene'
wenn der brahmane in das jenseits von zwei sachen gelangt ist, gehen all seine fesselungen ihrem ende zu er, der weiss
jemand dessen jenseits oder nicht-jenseits oder jenseits-&-nicht-jenseits nicht zu finden ist; ungebunden, sorgenfrei: ihn nenne ich einen brahmanen
er sitzt ruhig, staublos, in jhana vertieft, seine aufgabe ist erfuellt, die ausfluesse sind verschwunden, er hat das letzte ziel erreicht: ihn nenne ich einen brahmanen
am tag erstrahlt die sonne; in der nacht der mond; in der ruestung der krieger; im jhana der brahmane aber den ganzen tag & die ganze nacht, jeden tag & jede nacht erstrahlt der 'erwachte' in heller pracht
er wird ein brahmane genannt, weil er das schlechte in sich vertrieben hat, ein praktizierender, weil er im gleichklang lebt, ein hinausgegangener, weil er seine eigenen unreinheiten aufgegeben hat
man soll einen brahmanen nicht schlagen, noch sollte der brahmane seinem aerger freien lauf lassen schande dem moerder eines brahmanen groessere schande dem brahmanen, dessen aerger freier lauf gelassen wird
nichts ist fuer den brahmanen besser, wie wenn der geist von dem, was lieb ist & nicht, zurueckgehalten wird in dem masse, wie sich seine schaedliche einstellung verbraucht, kommt stress einfach zum erliegen
wer kein unrecht tut mit koerper sprache herz ist auf diese drei weisen kontrolliert: ihn nenne ich einen brahmanen
der mensch, von dem du den dhamma lernst, den der 'wahrhaft selbst erwachte' lehrte: den sollst du achten und ehren wie ein brahmane das opferfeuer
nicht durch langes haar, sippe oder geburt ist jemand ein brahmane wer wahrheit & rechtschaffenheit hat: der ist ein reiner, der ist ein brahmane
was nuetzt dein langes haar du dummkopf? was nuetzt dein umhang aus hirschfell? das knaeuel ist in dir du kaemmst das aeussere
jemand, der weggeworfene fetzen traegt mit ausgemergeltem & geaedertem koerper in jhana versunken, allein im wald: ihn nenne ich einen brahmanen
ich heisse niemanden einen brahmanen dafuer, dass er von einer mutter geboren wurde oder einem mutterleib entsprungen ist er wird "bho-sager" genannt, wenn er ueberhaupt etwas hat jedoch jemand mit nichts, der sich an kein ding haengt: ihn nenne ich einen brahmanen
nachdem er jede fessel durchschnitten hat, wird er nicht unruhig jenseits von anhaften, ungebunden: ihn nenne ich einen brahmanen
wer gurt & riemen leine & zaumzeug gekappt und das querholz abgeschuettelt hat, erwacht ist: ihn nenne ich einen brahmanen
er haelt ohne sich zu aergern beleidigungen, angriffe & gefangenschaft aus seine armee ist staerke; seine staerke geduld: ihn nenne ich einen brahmanen
frei von aerger, verpflichtungen eingehalten, hat grundsaetze, ohne anmassenden stolz, ist geuebt, ein 'letzter koerper': ihn nenne ich einen brahmanen
wie wasser auf einem lotusblatt ein senfkorn auf der spitze eines pfriems, haengt er nicht an sinnlichen vergnuegen: ihn nenne ich einen brahmanen
er erkennt genau hier fuer sich selber sein eigenes beenden des stress er ist ungebunden, seine last hat er abgelegt: ihn nenne ich einen brahmanen
weise, tiefgruendig an einsicht, scharfsinnig in bezug auf das, was der pfad ist & was nicht; sein letztes ziel hat er erreicht: ihn nenne ich einen brahmanen
unberuehrt sowohl von haushaeltern als auch von hauslosen, lebt er ohne zuhause mit nahezu keinen beduerfnissen: ihn nenne ich einen brahmanen
er hat gewalt beiseite gelegt gegen wesen, furchtsame oder starke, und toetet nicht noch stiftet er andere dazu an: ihn nenne ich einen brahmanen
nicht feindlich inmitten von feindseligkeit, befreit unter den bewaffneten, nicht festhaltend unter denen die festhalten: ihn nenne ich einen brahmanen
leidenschaft, abneigung, duenkel & verachtung sind von ihm abgefallen wie ein senfkorn von der spitze eines pfriems: ihn nenne ich einen brahmanen
er sagt was stressfrei, lehrreich ist wahr und beschimpft niemanden: ihn nenne ich einen brahmanen
hier auf der welt nimmt er nichts, was nicht gegeben wurde lang, kurz gross, klein, anziehend oder nicht: ihn nenne ich einen brahmanen
sein sehnen nach dieser & der naechsten welt ist nicht zu finden; frei von sehnen, ungebunden: ihn nenne ich einen brahmanen
seine anhaftungen, seine zuhause sind nicht zu finden aufgrund von wissen ist er nicht verunsichert hat das eintauchen in die 'unsterblichkeit' erlangt: ihn nenne ich einen brahmanen
er hat hier die anhaftung ueberschritten an inneren reichtum & schaden sorglos, staubfrei & rein: ihn nenne ich einen brahmanen
makellos, rein, wie der mond klar & ruhig seine vergnuegen, seine wandlungen voellig verschwunden: ihn nenne ich einen brahmanen
er hat seinen weg ueber diesen schwierigen pfad hinaus gemacht samsara, taeuschung ist uebergesetzt, ist jenseits gegangen, ist frei von mangel von unsicherheit, versunken in jhana durch kein-anhaften befreit: ihn nenne ich einen brahmanen
wer hier sinnliche leidenschaften aufgibt und sein zuhause verlaesst seine sinnlichen leidenschaften, wandlungen voellig verschwunden: ihn nenne ich einen brahmanen
wer hier begehren aufgibt und sein zuhause verlaesst seine begierden, wandlungen voellig verschwunden: ihn nenne ich einen brahmanen
wer die menschliche fessel hinter sich gelassen und seinen weg ueber das goettliche hinaus gemacht hat, von allen fesseln entbunden: ihn nenne ich einen brahmanen
er hat gefallen & missfallen hinter sich gelassen, ist abgekuehlt, ohne bereicherungen ein held, der die ganze welt jede welt erobert hat: ihn nenne ich einen brahmanen
er kennt in jeglicher hinsicht das verscheiden und wieder- entstehen der wesen; ungebunden, erwacht, dahingegangen: ihn nenne ich einen brahmanen
sie kennen seinen weg nicht die devas, gandhabbas & menschen seine ausfluesse haben aufgehoert, er ist ein arhat: ihn nenne ich einen brahmanen
er, der nichts hat vorne, hinten, dazwischen den mit nichts, der an nichts haengt: ihn nenne ich einen brahmanen
ein praechtiger bulle, eroberer, held, grosser seher frei von beduerfnissen, erwacht, gewaschen: ihn nenne ich einen brahmanen
er kennt seine frueheren leben er sieht himmel & leidvolle zustaende, erlangte das aufhoeren von geburt, ist ein weiser, der allwissenheit gemeistert hat, seine meisterschaft voellig gemeistert hat: ihn nenne ich einen brahmanen
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umfassende infos zum buddhismus:
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basiswissen zum buddhismus |
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der buddhismus ist eine der grossen weltreligionen mit einer nunmehr zweieinhalbtausendjaehrigen, ungebrochenen ueberlieferung er wendet sich an alle suchenden menschen, unabhaengig von nationalitaet, sozialer herkunft oder geschlecht und weist wege aus leid und unvollkommenheit zu harmonie und glueck
buddha
der buddha – sein name war siddhattha (skr. siddhartha) und sein familienname gotama (sanskrit: gautama) – lebte im 6. jahrhundert vor unserer zeitrechnung in nordindien sein vater war herrscher des koenigreichs der sakyas (im heutigen nepal) seine mutter war die koenigin maya nach der sitte der zeit wurde der gotama siddhattha sehr jung, im alter von 16 jahren, mit der prinzessin yasodhara vermaehlt der junge gotama lebte in seinem palast, und alles, was zum wohlleben gehoerte, stand ihm zur verfuegung als er sich aber eines tages ganz ploetzlich der realitaet des lebens und dem leiden der menschheit gegenuebergestellt sah, entschloss er sich, nach der aufhebung des leidens zu suchen und den weg aus dem allgemeinen leid zu finden mit 29 jahren, bald nach der geburt seines einzigen sohnes rahula, verliess er sein koenigreich und wurde, auf der suche nach dieser erloesung, ein asket sechs jahre lang wanderte der asket gotama durch das tal des ganges, traf beruehmte religioese lehrer, studierte und folgte ihren systemen und methoden und unterwarf sich selbst strengen asketischen uebungen da ihn all dies nicht befriedigte, gab er die ueberlieferten religionen und ihre methoden auf und ging seinen eigenen weg in diesem bemuehen um erloesung erreichte gotama in seinem 35. lebensjahr die vollkommene erleuchtung (bodhi), nach der er als der buddha – der erleuchtete – bekannt wurde und zwar geschah dies am ufer des neranjara-flusses bei gaya (nahe gaya im heutigen bihar) unter einem baum, der heute als bodhi-baum – baum der weisheit – verehrt wird nach seiner erleuchtung hielt gotama, der buddha, im wildpark bei isipatana (dem heutigen sarnath) nahe benares vor einer gruppe von fuenf asketen, seinen frueheren gefaehrten, seine erste lehrrede von jenem tage an hat er 45 jahre lang vor maennern und frauen aller volksschichten, vor koenigen und bauern, brahmanen und ausgestossenen, geldverleihern und bettlern, heiligen und raeubern gesprochen und gelehrt die unterscheidungen der kastenordnungen oder die verschiedenheiten der sozialen gruppierungen erkannte er nicht an; der weg, den er lehrte, stand allen maennern und frauen offen, die bereit waren, ihn zu verstehen und zu gehen im alter von 80 jahren verschied der buddha in kusinara (im heutigen indischen bundesstaat uttar pradesh)
kurzer abriss ueber die geschichte des buddhismus
die geschichtliche entwicklung des buddhismus kann (grosszuegig) in vier phasen unterteilt werden:
mitte des 6. bis mitte des 5. jahrhundert vor unserer zeitrechnung: phase des ur-buddhismus oder dhammayana, in der die lehre vom buddha verkuendet und von seinen schuelern weiter verbreitet wurde ab mitte des 4. jahrhundert vor unserer zeitrechnung: phase der spaltung in verschiedene schulen aufgrund von unterschiedlichen auslegungen der lehre (siehe auch schulen) ab dem 1. jahrhundert: aufkommen des mahayana mit den zwei grossen stroemungen des madhyamika und yogacara nach dem 7. jahrhundert: entstehung des buddhistischen tantrismus (siehe auch tibetischer buddhismus und vajrayana)
ab ca. dem 3. jahrhundert kommt es zur verbreitung des buddhismus in gebieten ausserhalb indiens, wo er sich jeweils den lokalen gegebenheiten anpasst
buddhistische lehre
die buddhistische lehre weist wege aus leid und unvollkommenheit zu harmonie und glueck. die »vier edlen wahrheiten« (siehe unten) bilden ihren kern die wesentlichen merkmale und uebungen dieses spirituellen weges sind ethisches verhalten, meditation und tiefe einsicht dabei stellt die lehre des buddha den menschen immer in seine eigene verantwortung sie zeichnet sich zudem durch toleranz und dialogbereitschaft, dogmenfreiheit und gewaltlosigkeit aus. einen anspruch auf alleingueltige wahrheiten erhebt sie nicht
die vier edlen wahrheiten:
der kern der lehre des buddha sind die vier edlen wahrheiten, die er in seiner allerersten rede in isipatana (dem heutigen sarnath) bei benares vor seinen ehemaligen gefaehrten, den fuenf asketen, erlaeuterte
die vier edlen wahrheiten sind:
wahrheit vom leiden: das leben im daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. dies ist zu durchschauen. (dukkha sacca) wahrheit von der ursache des leidens: die ursachen des leidens sind gier, hass und verblendung. sie sind zu ueberwinden (samudaya sacca) wahrheit von der aufhebung des leidens: erloeschen die ursachen, erlischt das leiden. dies ist zu verwirklichen. (nirodha sacca) wahrheit von dem weg zur aufhebung des leidens: zum erloeschen des leidens fuehrt
ein weg, der edle achtfache pfad. er ist zu gehen (magga sacca)
die vier edlen wahrheiten koennen auch als der kuerzeste ausdruck der gesamten lehre des buddha und als der gemeinsame nenner aller buddhistischen richtungen bzw. schulen genommen werden
die erste wahrheit besagt, dass alle weltlichen daseinsformen ungenuegend sind, uns niemals vollstaendig befriedigen koennen und damit leidhaft sind sie stellt die diagnose unseres daseins dar
die zweite wahrheit beinhaltet die ursachenanalyse die ursache des leidens ist in unserem eigenen geist zu finden: dem begehren
die dritte wahrheit lehrt, dass es durch erloeschung des begehrens notwendigerweise zur erloeschung des leidens kommen muss
die vierte wahrheit beschreibt den praktischen weg, der zur leidensueberwindung fuehrt dieser weg wird als achtfacher pfad beschrieben (siehe unten).
der achtfache pfad:
praktisch hat die ganze lehre des buddha, der er sich 45 jahre gewidmet hat, in irgendeiner weise mit dem achtfachen pfad zu tun er stellt eine praktische wegweisung zur vollstaendigen leidensaufhebung – dem nirvana – dar, wenn alle nachfolgenden acht elemente erfolgreich von einem selbst gemeistert werden:
rechte ansicht (samma ditthi) rechtes denken (samma sankappo) rechte rede (samma vaca) rechte handlung (samma kammanto) rechter lebenserwerb (samma ajivo) rechte anstr |